Deutscher Gewerkschaftsbund

06.07.2016
DGB KV Zwickau

Arbeitsbedingungen: Landtagsabgeordnete fragt die Beschäftigten

Iris Raether-Lordieck (SPD) spricht mit Gewerkschaften und Betriebsräten zur Situation in den Betrieben

Zwickau. Am 30.06.2016 bekamen DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften in Zwickau Besuch von der Landtagsabgeordneten Iris Raether-Lordieck (SPD). Anlass war die bevorstehende "Sommertour" der Sozialdemokratin. Auf dieser informiert sie sich in verschiedenen Unternehmen der Region unter anderem nach deren Stand, Wünschen und der wirtschaftlichen Lage. Bevor es aber in die Betriebe geht, waren erst einmal die Beschäftigten gefragt.

Gerade in Zwickau und Umgebung haben sich zahlreiche Unternehmen im Bereich des Dienstleistungssektors sowie der Metallindustrie angesiedelt. Einige davon sind auch auf die Unterstützung des Freistaates Sachsen angewiesen. Allerdings ist es weder im Sinne der Gewerkschaften, noch der hiesigen SozialdemokratInnen, Arbeitsbedingungen jenseits von Tarifbindung und Mitbestimmung zu fördern. So zeigte sich in dem Gespräch mit engagierten Betriebsräten, dass in der Region trotz identischer Branchenzugehörigkeit streckenweise enorme Unterschiede hinsichtlich der Arbeitsbedinugen vorherrschen.

"Dass Tarifbindung und Mitbestimmung hierzulande noch nicht in allen Unternehmen Usus sind, das bedauern wir. Die Neunziger Jahre und die damals hohe Arbeitslosigkeit haben auch in Südwestsachsen ein Klima entstehen lassen, in dem nahezu jeder Arbeitsplatz unabhängig von Arbeitsbedingungen und Qualität Gold wert war. Hier hat sich einiges geändert. Wir freuen uns, dass die Abgeordnete Interesse zeigt und sich vor ihrer Sommertour mit uns unterhalten will. Gute Arbeit braucht starke Tarifverträge. Das sichert Beschäftgiung und kommt nicht nur der Binnenwirtschaft, sondern vor allem den Menschen in der Region zugute", erklärt Gewerkschaftssekretär Matthias Eulitz.


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