Deutscher Gewerkschaftsbund

02.05.2013

1. Mai 2013 - Unser Tag

Rund 5.000 Menschen nahmen in diesem Jahr in der Region Südwestsachsen an den Mai-Feiern teil. Ganz im Zeichen des bundeseinheitlichen Mai-Mottos "Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa." sprachen die Redner zu den Kundgebungsteilnehmern. Insgesamt fanden in Südwestsachsen 6 Veranstaltungen zum 1. Mai statt.

Die Mai-Feierlichkeiten begannen bereits am 30. April mit dem traditionellen Maibaumsetzen im DGB-Ortsverband Erlau. Trotz Regen waren rund 150 KollegInnen auf die Festwiese in Erlau gekommen, um dem Maibaumsetzen zuzusehen bzw. tatkräftig mit anzupacken, so auch Henning Homann, MdL und Mitglied im DGB-Kreisverband Mittelsachsen.

In Chemnitz eröffnete die Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes, Gabriele Hahn, die 1. Mai-Feier auf dem Neumarkt. Sie wandte sich in ihrer Rede gegen Kürzungen im kommunalen Haushalt der Stadt.
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig richtete ein Grußwort an die KundgebungsteilnehmerInnen und betonte, dass sie wohlwollend einen Anstieg der Mitgliedszahlen der regionalen Gewerkschaften zur Kenntnis genommen hat. Starke Gewerkschaften sind wichtig, gerade in der heutigen Zeit.
Die DGB-Vorsitzende Iris Kloppich forderte in Chemnitz einen „grundlegenden Wechsel in der Wirtschaftspolitik in Deutschland und Sachsen“. „Wir brauchen eine gesellschaftliche Verantwortung für Beschäftigung und Wachstum sowie Impulse für mehr Nachfrage. Tarifverträge und gute Arbeit müssen wieder selbstverständlich sein. Prekäre Beschäftigung, Leiharbeit, Mini- und Midi-Jobs haben sich in den letzten Jahren immer stärker ausgebreitet. Wir wollen eine neue Ordnung der Arbeit. Ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn ist für uns Grundbedingung.“, sagte die sächsische DGB-Vorsitzende. Die DGB-Chefin forderte grundlegende politische Konzepte gegen die Altersarmut. „Obwohl immer mehr Menschen mit Niedrigst-Renten auskommen müssen, handelt die Politik nicht. Die Bundestagswahl ist deshalb auch eine Entscheidung über die Bekämpfung von Altersarmut. Wir wollen als DGB, dass es eine Mindestrente gibt, die zum Leben reicht“.

Traditionell lockte das Familienfest am 1. Mai zahlreiche große und kleine Gäste auf den Annaberger Markt. Vereine, Verbände und Hilfsorganisationen hielten umfangreiche Angebote für die kleinen Besucher bereit, die diese rege in Anspruch nahmen. DGB Kreisvorsitzender Michael Willnecker stellte in seiner Begrüßung die Würde der arbeitenden Menschen in den Mittelpunkt, welche immer wieder neu geschützt und verteidigt werden müsse. Vor ca. 800 Teilnehmern zur Kundgebung forderte Hauptredner Michael Brunner von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten gute Arbeit von der man leben könne und sichere, auskömmliche Renten. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro werde dringend benötigt, um Altersarmut entgegen zu wirken. Bezug nehmend auf die aktuellen Debatten zur Steuerhinterziehung appellierte er an die Verantwortung Reicher und Wohlhabender für die Gesellschaft  und forderte, diese stärker in die Pflicht zu nehmen. Zu den Themen gute Arbeit, Mindestlohn,  Eindämmung von Leiharbeit und Minijobs sowie zu Hartz IV diskutierte am Nachmittag Michael Willnecker mit den Kandidaten für die Bundestagswahl Günter Baumann (CDU), Wolfgang Gunkel (SPD), Bert Meyer (B90/Die Grünen), Andrea Schrutek (DIE LINKE.) sowie mit Gewerkschaftssekretärin Franziska Wolf (IGM).

Kämpferisch ging es am 1. Mai in Aue zu. Hauptredner Jörg Brodmann forderte gute Arbeit, gerechte Löhne und sichere Renten. Er kritisierte die Zunahme von Leiharbeit und Minijobs und forderte gesetzliche Regelungen, die dem Missbrauch ein Ende setzen. Die Familien feierten aber auch den 1. Mai mit vielen Angeboten für Kinder, Glücksraddrehen, Hüpfburg und Schminken. Die Gewerkschaften und Parteien informierten und debattieren mit den Besuchern an ihren Infoständen.

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