Deutscher Gewerkschaftsbund

21.04.2016
ver.di

Warnstreik Öffentlicher Dienst in Chemnitz

Gute Beteiligung an Kundgebung vor der Stadtverwaltung

Oliver Greie, ver.di

Landesbezirksleiter SAT von verd.di Oliver Greie erläutert in Chemnitz den Verhandlungsstand. DGB SWS/Hron

Am frühen Morgen des 21. April versammelten sich vor der Stadtverwaltung Chemnitz am Düsseldorfer Platz zahlreiche Kolleginnen und Kollegen, um am Warnstreik teilzunehmen. Anlass waren die aktuellen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Die Arbeitgeber haben die Forderung von 6% mehr Lohn mit einem Angebot beantwortet, die de facto eine
Reallohnsenkung beinhalten würde. Trotz Haushaltsüberschüssen von knapp 30 Mrd. € sollen die ArbeitnehmerInnen in den Verwaltungen und im öffentlichen Dienst von der übrigen Reallohnentwicklung offensichtlich abgekoppelt werden. Die gute Beteiligung am Warnstreik, auch in Chemnitz, zeigt, dass sich die Kolleginnen und Kollegen diese Haltung nicht bieten lassen werden. Nach der Kundgebung vor der Stadtverwaltung zogen die Teilnehmer des Warnstreiks durch die Innenstadt und versammelten sich später im Ratskeller des Rathaus der Stadt.

Warnstreik ver.di in Chemnitz am 21.4.2016

Warnstreik ver.di in Chemnitz am 21.4.2016 DGB SWS/Hron

Landesbezirksleiter von ver.di SAT, Oliver Greie, erläuterte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Warnstreiks ausführlich die aktuelle Verhandlungssituation und beschrieb das provokative, teils arrogante, Auftreten bei den Verhandlungen in Potsdam seitens öffentlicher Verhandlungsführer. „Unsere Kolleginnen und Kollegen erwarten eine deutliche Lohnerhöhung und keine Reallohnkürzung. Unsere Forderung nach 6 Prozent Lohnsteigerung sind für die ökonomische Entwicklung in diesem Land wichtig. Die Beschäftigen sind mehr wert!“ DGB-Regionsgeschäftsführer Ralf Hron überbrachte solidarische Grüße aus den anderen Branchen der Gewerkschaften und bedankte sich für die beeindruckende Bereitschaft, die Verhandlungsführung für die aktuellen Tarifrunden zu unterstützen. „Aktuell laufen für ca. 12,5 Mio. Beschäftigte Tarifauseinandersetzungen im gesamten Land. Die Arbeitgeber sollten die Geduld der Beschäftigten nicht überstrapazieren. An der Wertsteigerung müssen die Kolleginnen und Kollegen beteiligt werden. Angesichts der Milliardenüberschüsse ist die Haltung einiger Verhandlungsführer nicht zu rechtfertigen.“

ver.di Geschäftsführerin Annelie Schneider

ver.di Geschäftsführerin Annelie Schneider spricht im Rathaus zu den TeilnehmerInnen des Warnstreiks. DGB SWS/Hron


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