Deutscher Gewerkschaftsbund

18.01.2022

DGB Südwestsachsen verurteilt die Verunglimpfung des Plauener Wendedenkmals

Gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen und vielen engagierten Menschen haben Aktive des DGB Südwestsachsen am gestrigen Montag die Vereinnahmung der politischen Wende 1989 durch die wöchentlich in Plauen stattfindenden Anti-Corona-Demonstrationen erfolgreich unterbunden.

Durch eine angemeldete Kundgebung am Wendedenkmal konnten die sogenannten Spaziergängerinnen keine Kerzen abstellen. Unter Mottos wie „Mit Anstand für Abstand“ oder „2022 ist nicht 1989“ erklärten die Teilnehmenden ihre Absicht.

Dem DGB Südwestsachsen ist bewusst, dass nicht alle Maßnahmen der vergangenen Jahre zielführend oder angemessen waren, auch eine Impfpflicht ist eine heikle und keinesfalls leichtfertig zu treffende Maßnahme, über die zu diskutieren notwendig ist. Die verheerende Lage für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch Unternehmen ist uns vollkommen bewusst und für diese setzen wir uns auch weiterhin vehement ein.

Unser Regionsgeschäftsführer Ralf Hron führt weiter dazu aus:

„Wer die Situation der Demonstrierenden von 1989, die tatsächlich für Freiheit und Demokratie, unter Furcht um das eigene Leib und Leben, auf die Straßen zogen allerdings mit der heutigen Situation der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, mit demokratisch gewählter Regierung und klaren Rechtsstaatsprinzipien, vergleicht, entzieht einer Diskussion jegliche Grundlage.

Wer sich dann auch noch mit Rechtsextremisten gemeinsam auf die Straße stellt und sich tatsächlich einbildet, mit diesen für Freiheit eintreten zu können, belügt sich selbst.“

Wir fordern die nicht rechtsextremen Teilnehmerinnen der Demonstrationen auf, wieder mit anderen Menschen in die Diskussion einzutreten. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn wissenschaftlich unumstrittene Fakten nicht geleugnet und die Spielregeln der Diskussion, Anstand und Respekt, wieder eingehalten werden. Diese können bei Demonstrationen, die teilweise von Rechtsextremisten veranstaltet werden oder an denen Rechtsextreme teilnehmen, nicht erwartet werden.

Demogeschehen am Wendedenkmal

DGB Südwestsachsen


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