Deutscher Gewerkschaftsbund

08.03.2016
Südwestsachsen

Heute für morgen Zeichen setzen

Internationaler Frauentag im DGB Südwestsachsen

MdB Stefan Kühn (B90/Die Grünen und DGb Regionsgeschäftsführer Ralf Hron

MdB Stefan Kühn (B90/Die Grünen und DGb Regionsgeschäftsführer Ralf Hron beim Frauentag in Chemnitz. Hron

In Südwestsachsen begehen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften am 8. März Während verschiedener Veranstaltungen den Internationalen Frauentag unter bdem Motto: „Heute für morgen Zeichen setzen“ Der DGB macht sich verstärkt stark für Geschlechtergerechtigkeit. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter rufen dazu auf, bei der Herstellung von Chancengleichheit für Frauen und Männer nicht nachzulassen. Frauen sind auch heute sehr oft durch die gleichzeitige Belastung der Kindererziehung, Haushaltsaufgaben und die Herausforderungen im Erwerbsleben doppelt und dreifach gefordert. Für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben brauchen insbesondere die Frauen in Deutschland stärkere Unterstützung. Zum Frauentag fordern die Gewerkschaften vom Gesetzgeber ein Recht auf Teilzeit und die spätere Rückkehrmöglichkeit in Vollzeitbeschäftigung. Die bei uns übliche Präsenzkultur in der bezahlten Arbeit und die teilweise extrem hohe Arbeitsbelastungen stellt die Arbeitnehmerinnen vor riesige Probleme. Darüber hinaus sind gerade in Südwestsachsen Frauen durch die große Lohnschere und den breiten Niedriglohnsektor bei der Bezahlung nach wie vor überdeutlich benachteiligt.

Frauentag in Chemnitz 2016

Frauentag in Chemnitz 2016 Hron

In Chemnitz nahm an der Frauentagsfeier des DGB im Gewerkschaftshaus der Bundestagsabgeordnete vom Bündnis 90 / Die Grünen, Stephan Kühn, gemeinsam mit dem DGB Regionsgeschäftsführer, Ralf Hron, teil. Beide bedanken sich bei den versammelten Kolleginnen für ihr großes Engagement, weit über die eigentlichen Arbeitsaufgaben hinaus. Stephan Kühn: „Leider sind Frauen unverändert in Führungspositionen unterrepräsentiert. Die Flexiquote wird von Unternehmen ignoriert, die Regelungen reichen nicht aus. Unverändert bekommen Frauen nicht den gleichen Lohn für ihre Arbeit wie Männer. Das Entgeltgleichheitsgesetz darf daher kein Alibigesetz werden. Weil Erwerbs- und Fürsorgearbeit zwischen Männern und Frauen weiterhin sehr ungleich verteilt sind, arbeiten viele Frauen in Teilzeit und haben dadurch weniger Lohn und schlechteren Aufstiegschancen. Das muss sich ändert. Die Arbeitszeit muss beweglicher werden – gerade in Phasen, in denen Menschen Zeit für Kinder oder Pflege von Angehörigen brauchen.“

Ralf Hron: „Ich bin für das riesige Engagement der Kolleginnen in unseren Mitgliedsgewerkschaften dankbar. Viele Frauen wirken als Betriebsrätinnen, als Personalrätinnen und Vertrauensfrauen in der Mitbestimmung und der gewerkschaftlichen Arbeit mit. Sie prägen mit ihrem Sachverstand und ihrem Einsatz die Beschäftigungs- und Lebensbedingungen. Wenn wir über die Zukunft unserer gesellschaftlichen Bedingungen und über unser Zusammenleben insgesamt nachdenken, wissen wir, dass die Entscheidungswege weiblicher werden müssen. Bei der Zuschreibung von Kompetenzen der ArbeitnehmerInnen der Zukunft wie Teamwork, Empathie und gruppenbezogene Herausforderungen schneiden Frauen besonders gut ab. Für die Gesellschaft ist es sehr unabdingbar, Frauen stärker zu unterstützen.“

DGB Frauentag in Chemnitz

DGB Frauentag in Chemnitz. Hron


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Die meisten europäischen Länder machen bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen. In Deutschland blockieren die Entscheidungsträger Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten. Dabei arbeiten immer mehr Menschen zu Niedriglöhnen. Zur Seite: www.mindestlohn.de