Deutscher Gewerkschaftsbund

DGB Südwestsachsen

Solidarität mit den Beschäftigten von Teigwaren Riesa!

Geschäftsleitung lehnt Tarifvertrag ab und zwingt die Beschäftigten damit zu Streikmaßnahmen

Warnstreik bei der Teigwaren Riesa GmbH

Warnstreik bei der Teigwaren Riesa GmbH NGG Dresden-Chemnitz

Die Geschäftsleitung der Teigwaren Riesa GmbH lehnt Verhandlungen über einen Entgelttarifvertrag mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ab. Damit zwingt sie die Beschäftigten, für ihr gutes Recht auf einen Tarifvetrag in den Streik zu treten. Ralf Hron, Geschäftsführer des DGB in Südwestsachsen dazu: "Wir rufen alle dazu auf, sich mit den Kolleginnen und Kollegen der Teigwaren Riesa GmbH solidarisch zu zeigen und für faire, tariflich gesicherte Arbeitsplätze zu kämpfen!". Laden Sie sich hier den Aufruf zum ersten Warnstreik herunter:

Im Juli 2018 wurde im Unternehmen erstmals ein Betriebsrat gewählt. Daraufhin traten binnen drei Monaten 100 Beschäftigte in die Gewerkschaft NGG ein. Immer noch liegen bei der Teigwaren Riesa GmbH 50 Prozent der Beschäftigten an der Mindestlohngrenze. Trotz Gewinn in den vergangenen Jahren. Nach der Aufforderung zu Tarifverhandlungen im September teilte die Geschäftsleitung mit, keinen Entgelttarifvertrag mit der Gewerkschaft abschließen zu wollen. Deswegen sahen sich die Kolleginnen und Kollegen zum Warntreik gezwungen, an dem bereits über 80 Beschäftigte teilgenommen haben. Lesen Sie hier die Tarifinfo:

"Bisher gibt es immer noch keine Reaktion der Geschäftsleitung. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels und der offensichtlichen Notwendigkeit der Demokratisierung unserer Gesellschaft kann ich dieses Verhalten der Unternehmensführung daher nicht nachvollziehen.", so Ralf Hron. "Bereits nächste Woche kann es daher sein, dass weitere Streikmaßnahmen erforderlich werden. Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen dazu auf, den Streikenden von Riesa dabei solidarisch zur Seite zu stehen!", so der Gewerkschafter.

Für weitere Solidaritätsbotschaften oder die persönliche Unterstützung beim nächsten Ausstand wenden Sie sich bitte an Kollege Thomas Lißner unter thomas.lissner@ngg.net.


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Leser-Kommentare

KOMMENTARE

Uschi Kruse (GEW) schrieb am 6. Dezember 2018 um 14:17 Uhr:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die GEW Sachsen solidarisiert sich ausdrücklich mit den Beschäftigten von Teigwaren Riesa.
Es ist empörend, dass die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten überhaupt dafür kämpfen muss, die Einkommen der Mitarbeiter*innen tarifvertraglich zu regeln. Im Jahr 2018 sollte sich herumgesprochen haben, dass die Zeit der Alleinbestimmung durch Arbeitgeber vorbei ist. Eine Geschäftsleitung, die einen Tarifvertrag ablehnt, verkennt nicht nur die Rechte der Belegschaft. Sie verkennt auch, dass Unternehmen nur zukunftsfähig sein werden, wenn die Beschäftigten wertgeschätzt werden und gute Arbeit gut bezahlt wird.
In dieser Zeit des Fachkräftemangels fällt es unseren Kolleg*innen besonders schwer, ihren Schüler*innen eine berufliche Perspektive in tariflosen Unternehmen zu empfehlen.
Nur wenn wir wissen, dass der Erfolg von Teigwaren Riesa nicht auf Kosten der Beschäftigten erreicht wurde, werden wir die guten Produkte weiterhin mit gutem Gewissen kaufen können.
Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg bei der Durchsetzung ihrer völlig berechtigten Interessen.
Mit gewerkschaftlichen Grüßen
Uschi Kruse
GEW- Landesvorsitzende

Christian Nowotny schrieb am 4. Dezember 2018 um 18:41 Uhr:

Weiter so! Das was die Riesaer Teigwaren heute sind, daran haben die Kolleginnen und Kollegen einen großen Anteil. Dafür einen Stundenlohn von nicht einmal 10 Euro ist beschämend. Daher meine volle Unterstützung.

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit.


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