Deutscher Gewerkschaftsbund

25.11.2021
Aktion

DGB Südwestsachsen hisst Fahne zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Am Chemnitzer Haus der Gewerkschaften hisst der DGB Südwestsachsen heute die Fahne. Der Gewerkschaftsdachverband macht klar: „Wir fordern die Unterzeichnung der ILO Konvention 190!“ Diese ist ein internationales Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz. Griechenland hat bereits unterschrieben und Italien die Ratifizierung eingereicht. Jetzt ist Deutschland dran.

Mit dem Übereinkommen wird erstmals eine weltweit gültige Definition sexualisierter Belästigung und Gewalt festgelegt. Diese bezieht sich nicht allein auf den Arbeitsplatz, sondern auf die Arbeitswelt als Ganze. Im Arbeitsalltag gibt es nach wie vor regelmäßige Fälle von Gewalt, insbesondere von sexualisierter. „Damit muss Schluss sein!“, fordert DGB Regionsgeschäftsführer Ralf Hron.

Kolleginnen der GdP

Kolleginnen der GdP DGB SWS

„Übereinkommen wie dieses werden auf internationaler Ebene getroffen. Allein die Unterzeichnung durch einen Staat ist ein wichtiges Signal.“ erläutert der hiesige DGB Chef. „Das allein reicht aber nicht. Es muss klar sein: Gewalt hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen! Da sind Politik ebenso wie die ansässigen Arbeitgebenden in der Pflicht!“, führt er fort.

DGB Vogtland

DGB Vogtland DGB SWS

Für Frauen, die unter sexualisierter oder sonstiger Gewalt leiden, ist dringend das „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ empfohlen. Die Hotline lautet: 08000 – 116 016. Umfangreiche Beratungsmöglichkeiten finden sich unter: https://www.hilfetelefon.de. „Gerade in Coronazeiten nimmt die Gewalt aufgrund der belastenden Situation offenbar rapide zu, weswegen guter Rat hier oft besonders hilfreich sein kann.“, resümiert Hron.


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