Deutscher Gewerkschaftsbund

06.02.2024
DGB Erzgebirge

Aue: Nie wieder ist jetzt!

Hunderte Bürgerinnen und Bürger demonstrieren auf dem Altmarkt

Aue 4.2.2024

Aue, Kundgebung 4.2.2024 Hron

Es war eine große Freude mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger in Aue Bad Schlema am Sonntag, den 4. Februar bei strömenden Regen für Demokratie demonstrieren zu sehen. Ein ermutigendes Zeichen für das Zusammenleben im Erzgebirge. Der Bürgermeister Kohl war ebenso da, wie viele Vertreterinnen von Vereinen, Initiativen und der demokratischen Politik. Nicht genügend zu würdigen ist es, was die Initiative für ein Demokratisches Erzgebirge auf dem Altmarkt auf die Beine gestellt hat. Respekt stellvertretend an Angela Klier und Nathalie Senf.

 

Aue, 4.2.2024. Hron

Bei freundlich, solidarischer und entschlossener Stimmung wurde von den Redner*innen und auf den vielen selbst gebastelten Plakaten deutlich gemacht: #niewiederistjetzt. In seiner Rede ging DGB Regionsgeschäftsführer Ralf Hron, bei sichtlich und hörbarer Zustimmung, auf die aktuelle Situation nach den Enthüllungen der Correktiv Recherche ein. "Wir Gewerkschaften stehen für Solidarität und der Würde jedes Menschen. Hass und Gewalt sind weder eine Lösung für Probleme, noch taugen sie für unser Zusammenleben." Wie der Superintendent Bankmann und Bürgerrechtler Frank Richter hat Hron darum gebeten, mit Freundinnen und Freunden, Nachbarn und den Arbeitskolleginnen und Kollegen zu reden und zu streiten.

"Wir wissen wofür wir stehen und wie wir leben wollen. In Respekt und ohne Hetze gegenüber Migrantinnen und Migranten. Das Planspiel der sogenannten "Remigration" ist nichts anderes als ein Angriff der Rechtsextremen auf uns Alle!" Das sehen die Kundgebung Teilnehmer*innen offensichtlich genau so. Die Betroffenheit war zu spüren. Die Rede der 22'jahrigen Auerin Annalena Ficker hat die Kundgebungsteilnehmer sehr berührt. Annalena Ficker war sehr deutlich, als sie uns Alle dazu aufforderte, sich nicht mehr mit der scheinbaren Normalität von Rechtsextremen abzufinden.

Gesagt werden muss aber auch, dass hier einige der fleißigen Organisatorinnen und Organisatoren nicht genannt werden wollen. Weil sie Angst haben müssen vor den nur zu gut bekannten Nazis in der Region. Das alleine und der Einschüchterungsversuch einiger AFD Fans am Rande der Kundgebung unterstrich das Problem leider eindrücklich. Die Frage der #Brandmauersindwir wird hier in Aue sehr konkret und praktisch.

Andreas Bernhardt, DGB Kreisvorsitzender Erzgebirge: "Ich bin sehr erfreut, bei diesem Wetter an einem Sonntag Nachmittag so viele Gleichgesinnte zu treffen. Aue hat heute eindrucksvoll gezeigt, das wir mehr sind!"


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