Deutscher Gewerkschaftsbund

28.04.2024
DGB SV Chemnitz

Desaster für Beschäftigte und Kulturhauptstadt

DGB Südwestsachsen zur Schließung Galeria Kaufhof Chemnitz

Galeria Kaufhof Chemnitz

Galeria Kaufhof Chemnitz Hron

Die angekündigte Schließung der Galeria Kaufhof in Chemnitz bezeichnet der DGB Südwestsachsen als „Endpunkt einer jahrelangen negativen Entwicklung für die Beschäftigten“. Zum 31. August 2024 endet die Geschichte des Unternehmens hier. Das haben die Insolvenzverwalter mitgeteilt, gestern früh die Beschäftigten in einer Mitarbeiterversammlung informiert. Nach Angaben des Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus werden16 der noch 92 Filialen schließen. 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden vom Unternehmen entlassen. Der Sozialplan umfasst u.a. eine kleinere Abfindung und zur "beruflichen Orientierung" eine 8-monatige Transfergesellschaft.

Der DGB SWS hatte fortlaufend Kontakt mit Beschäftigtenvertreterinnen, die ihre tiefe Enttäuschung über die Entscheidung zum Ausdruck brachten. Die Kolleginnen und Kollegen hatten in kooperativer Zusammenarbeit dem Geschäftsführer vor Ort, Herrn Dunkelmann, mit hohen persönlichen Engagement versucht, den Standort zu erhalten. Trotz unklarer Verhältnisse im Unternehmen, arbeiteten sie immer fleißig weiter. Bereits zweimal konnte mit viel Einsatz und mit der Solidarität von Kundinnen und Kunden die Schließung verhindert werden. Es gab auf vielen Ebenen etliche politische Hintergrundgespräche und Aufmerksamkeit, vor allem vor dem Kulturhauptstadtjahr. Die Gewerkschaft verdi engagierte sich gemeinsam mit den Beschäftigten vielfältig für den Erhalt. Das nun beschlossene Aus ist für die Beschäftigten ein überraschend und ein schwer verständlicher Tiefschlag. Die bisherigen Gespräche deuteten eigentlich auf eine Fortsetzung mit neuem Konzept an.

DGB Regionsgeschäftsführer Ralf Hron äußerte am Samstag und Sonntag in den Gesprächen massiv ärgerlich: „Der Umgang von Galeria Karstadt zeigt, dass es letztlich nicht um Menschen geht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden faktisch für ihre Treue bestraft. Das ist inakzeptabel! Wenige Monate vor dem Start in das Kulturhauptstadt 2025 ist das auch für die Innenstadt ein wirklich herber Einschlag. Die Auswirkungen sind nicht absehbar. Auch wenn es neue Ideen und mit Herrn Krieger ja einen neuen Vermieter des Gebäude gibt, werden kurzfristige Lösungen anspruchsvoll. Das ist aus meiner Sicht für die Beschäftigten, Kundinnen und Kunden und nicht zuletzt für Chemnitz ein echtes Desaster“, so Hron abschließend.             

Rückfragen, Ralf Hron: 0170 561 0513

„Der Umgang von Galeria Karstadt zeigt, dass es letztlich nicht um Menschen geht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden faktisch für ihre Treue bestraft. Das ist inakzeptabel! Wenige Monate vor dem Start in das Kulturhauptstadt 2025 ist das auch für die Innenstadt ein wirklich herber Einschlag. Die Auswirkungen sind nicht absehbar. Auch wenn es neue Ideen und mit Herrn Krieger ja einen neuen Vermieter des Gebäude gibt, werden kurzfristige Lösungen anspruchsvoll. Das ist aus meiner Sicht für die Beschäftigten, Kundinnen und Kunden und nicht zuletzt für Chemnitz ein echtes Desaster."  (Ralf Hron, DGB Südwestsachsen am 28.4.2024)


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