Deutscher Gewerkschaftsbund

26.03.2019
DGB SV Chemnitz

Aktionswoche Zukunftsftsdialog Wohnen

Jetzt reden wir über Wohnen: Bezahlbar ist die halbe Miete

DGB Zukunftsdialog am 26.3.2019 in Chemnitz . „Bezahlbar ist die halbe Miete“

DGB Zukunftsdialog am 26.3.2019 in Chemnitz . „Bezahlbar ist die halbe Miete“ Hron

Jetzt reden wir über Wohnen: Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper, vor allem in den Städten. Dadurch werden viele Menschen aus ihrem vertrauten Umfeld verdrängt, müssen längere Pendelzeiten und eine sinkende Kaufkraft hinnehmen. Unter dem Motto „Bezahlbar ist die halbe Miete“ macht der Deutsche Gewerkschaftsbund  auf diese Probleme aufmerksam und präsentiert Lösungsvorschläge im Rahmen einer Aktionswoche zum DGB Zukunftsdialog. Der DGB Südwestsachsen informiert am Dienstag, den 26. März in der Zeit von 10.30 – 12.00 Uhr über eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung mit der Humboldt-Universität Berlin zur Wohnsituation in Chemnitz im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vor dem Karl-Marx-Monument an der Brückenstrasse.

Die Presse war zur Berichterstattung und zur Information herzlich in das dazu symbolisch errichtete Wohnzimmer auf  eingeladen. Ein entsprechendes Informationsmaterial der Hans-Böckler-Stiftung über eine Studie zur Wohnraumsituation von 77 deutschen Städten wird zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des DGB-Zukunftsdialogs werden Gewerkschaftsmitglieder bundesweit vom 25.-29.3.2019 in mehr als 200 Aktionen und Veranstaltungen auf dringenden Handlungsbedarf hinweisen. Der DGB-Bezirk Sachsen beteiligt sich mit Aktivitäten in Chemnitz, Plauen, Leipzig und Riesa.

 

DGB Zukunftsdialog

DGB Zukunftsdialog, 26.3.2019
Hron

DGB Regionsgeschäftsführer Südwestsachsen Ralf Hron „Die Bezahlung der Mieten stellt für viele Personen auch bei uns in der Region eine große Herausforderung dar. Insgesamt ist die Lage bei weitem nicht so angespannt, wie in den Großstädten Leipzig und Dresden. In Chemnitz fehlen immerhin noch 12.680 Wohneinheiten, vor allem sehr kleine preiswerte Wohnungen. In Chemnitz leben sehr viel Ein-Personen-Haushalte und die Lage muss vor dem Hintergrund der immer noch weit verbreiteten Niedrigeinkommen betrachtet werden. Aber auch für alle anderen gilt, dass die von uns ausgehandelten Tarifsteigerungen immer wieder von Mietsteigerungen aufgefressen werden. "

Die Studie der Hans-Böckler-Stiftung und der Humboldt-Universität zu Berlin untersuchte 77 wichtige Städte in Deutschland. Es gibt auch einige interessante Aussagen über Chemnitz. Es lässt sich feststellen, dass in der Stadt zwar ausreichend Wohnraum vorhanden ist, jedoch vor allem die Alters- und Sozialstruktur eine besondere Herausforderung darstellt. Außerdem ist Chemnitz eine Pendlerstadt. Dies muss vor allem im Kontext des Fachkräftebedarfs der Zukunft und bei der Frage der Verkehrsgestaltung aus Sicht des DGB betrachtet werden.

Bei der Aktion am 26.3.2019 vorm Nischl in Chemnitz.

Bei der Aktion am 26.3.2019 vorm Nischl in Chemnitz. Hron


Nach oben

Gegenblende

Mindestlohn

Logo der Mindestlohnkampagne

DGB

Die meisten europäischen Länder machen bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen. In Deutschland blockieren die Entscheidungsträger Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten. Dabei arbeiten immer mehr Menschen zu Niedriglöhnen. Zur Seite: www.mindestlohn.de