Deutscher Gewerkschaftsbund

27.04.2021
Chemnitz, Zwickau, Erzgebirge, Vogtland, Mittelsachsen

1. Mai Programm 2021 in der Region

DGB Südwestsachsen

1. Mai 2021 in Chemnitz

1. Mai 2021 in Chemnitz DGB SWS

Der Tag der Arbeit 2021 findet erneut unter schwierigen Bedingungen durch die Coronapandemie statt. Viele Beschäftigte erbringen unter schwierigen Umständen seit vielen Monaten große Leistungen. Sie arbeiten unter erschwerenden Arbeitschutzvorschriften, bringen Familie, Kinderbetreuung, Homeoffice, Homescooling, Pflege und Betreuung von Angehörigen und sehr viele Dinge mehr unter einen Hut.

Ob im Krankenhaus, der Pflegestation, am Band im Unternehmen, im Supermarkt, der Werkstatt, im Handwerksbetrieb, in den Verwaltungen, in der Kita oder Schule, ob im Einzelhandel, Frisör oder in den Verkehrs- und Bahnbetrieben: Überall wird fleißig und oftmals unter schwierigen, unter außergewöhnlichen Bedingungen gearbeitet. Ob im Betrieb, zu Hause oder über das Internet. Gleichzeitig sind sie starken persönlichen Einschränkungen ausgesetzt.

Das erfordert eine starke Gemeinschaft untereinander, Verständnis für unterschiedliche Ansichten und Ansprüche, aber vor allem eben Zusammenhalt. Trotzdem wir körperlich Abstand halten müssen. Nur mit dem Blick für alle einzelnen Menschen in unserer Gesellschaft werden wir die Herausforderungen meistern können. Zumal eine Ende der Probleme noch nicht absehbar ist. Diese Krise findet nicht lokal, sondern global statt und ist beispiellos.

Der DGB ist auch in Südwestsachsen erheblichen Einschränkungen seiner Maikundgebungen, Feiern und Familenfeste ausgesetzt. Die traditionellen Veranstaltungen können nicht wie geplant stattfinden. Wir begehen den Tag der Arbeit in anderer Form, drücken aber unsere Überzeugung aus, dass wir vor allem in Solidarität die Zukunft sehen. Wir bitten darum, sich im Internet an unserem Wettbwerb zu Solidarität und Zukunft zu beteiligen und sehen uns bei den unterschiedlichen Veranstaltungen im Livestreamformat! Ab 13.00 Uhr zusätzlich über Youtube aus Zwickau, um 14.00 Uhr am Tag der Arbeit beim DGB Livestream der Gewerkschaften.

 

Aufruf des DGB zum 1. Mai 2021 (PDF, 91 kB)

Aufruf des DGB zum 1. Mai 2021

 

 

Tag der Arbeit in Chemnitz

1. Mai 2021 Chemnitz

1. Mai 2021 Chemnitz Hron

Der Tag der Arbeit in Zwickau

1. Mai 2021 Zwickau

1. Mai 2021 Zwickau DGB SWS

Ralf Hron

Hron: 2021 findet der 1.Mai wieder unter außerordentlichen Bedingungen statt. DGB SWS

Tag der Arbeit - Wir brauchen eine solidarische Gemeinschaft

In der Corona-Krise haben Gewerkschaften entschlossenes Handels gezeigt. Gesundheit schützen, Beschäftigung sichern, wirtschaftlichen Absturz verhindern – darum ging und geht es seit Ausbruch der Pandemie. Viele Beschäftige leiden schwer und immer schwerer unter den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise. Und doch – das Schlimmste konnten wir verhindern. In den meisten Branchen und zahllosen Unternehmen haben wir verhindert, dass die weltweite Verbreitung des Virus die Menschen ihrer Existenzgrundlagen beraubt. Wir haben gemeinsam gezeigt, was Solidarität heißt.

Der DGB Regionsgeschäftsführer von Südwestsachsen, Ralf Hron, erinnert daran, „dass weltweit unser Modell der Kurzarbeit kopiert wird. Es ist der der wichtigste Impfstoff gegen Massenarbeitslosigkeit und sozialen Absturz. Dazu haben wir entscheidend beigetragen. Wir haben erfolgreich dafür gekämpft, dass das Kurzarbeitergeld erhöht wurde, auf bis zu 87 Prozent des normalen Lohns. Gerade in unserer Region ist dies durch das niedrige Einkommen sehr wichtig. Gewerkschaften haben in vielen Tarifverträgen weitere Aufstockungen durchgesetzt. Solidarität ist für uns: In der Krise Beschäftigung zu sichern und dafür zu sorgen, dass die Kolleginnen und Kollegen ein anständiges Auskommen haben! Die medizinischen Impfungen gegen Corona sind und bleiben der wichtigste Schutz für jede einzelnen Bürger bzw. Bürgerin. Hier erwarten wir eine möglichst zügige Umsetzung.“

Insolvenzen verhindern und Arbeitsplätze sichern, ist neben der Eindämmung der  Infektionszahlen und dem Schutz der Gesundheit das alles überragende Ziel. Mit Schuldenbremsen und schwarzen Nullen geht das nicht. Die Bundesregierung hat das gelernt und schnell Geld in die Wirtschaft gepumpt, um eine größere Pleitewelle zu verhindern. Neben den Unternehmen und Beschäftigten leiden vor allem die Soloselbständigen unter der Krise. Auch für sie haben wir einiges durchgesetzt: wir haben ihren Zugang zum Arbeitslosengeld erleichtert, bürokratische Prüfungen ausgesetzt und ihnen Rückforderungen erspart. Das ist Solidarität! Damit sichern wir Zukunft!

Gewerkschaften wollen keine „Generation Corona“. Es hat ganz schön gedauert, bis die  Politik erkannt hat, was die Pandemie für junge Menschen bedeutet, die in Ausbildung und Studium stehen oder damit beginnen wollen. Für Schülerinnen und Schüler und für die Lehrerinnen und Lehrer sind das gerade extrem herausfordernde Zeiten. Auch im Bildungswesen zeigt sich, wie wichtig es ist, solidarisch zusammen zu stehen. 

Die Corona-Krise hat die Schere zwischen Arm und Reich weiter geöffnet. Kolleginnen und Kollegen, die ohnehin schon kaum genug zum Leben verdient haben, kommen mit dem Kurzarbeitergeld endgültig nicht mehr über die Runden oder kriegen noch nicht einmal das Kurzarbeitergeld. Prekär Beschäftigte waren in der Krise die ersten, die auf die Straße gesetzt wurden. All diese Menschen sind in ihrer Existenz bedroht.

Frauen trifft die Situation besonders hart! Sie pflegen Alte, sie reinigen Krankenhäuser, sie sitzen an den Kassen, sie betreuen Kinder. Sie machen Überstunden, schuften unfreiwillig in Teilzeit, können als Dienstleisterinnen oft nicht ins Homeoffice und tragen das höchste Risiko, sich mit Corona anzustecken. Klatschen reicht nicht: Jetzt ist die Zeit für bessere Arbeitsbedingungen, faire Löhne – und für eine Umverteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Familien- und Hausarbeit zwischen Männern und Frauen!

Die Corona-Pandemie ist gleichzeitig eine enorme Belastung für unsere Gesellschaft. Sie zeigt uns zum einen wie unter einem Brennglas, welche Ungerechtigkeiten und Probleme existieren; zum anderen verschärft sie viele dieser Konflikte. Es ist nachvollziehbar, wenn viele Menschen in diesem Land gestresst und frustriert sind, Ängste und Sorgen haben und die Krisenpolitik der Bundesregierung kritisch hinterfragen. Wir haben gesehen, dass Impfstoff- und Schnelltestbeschaffung nicht gerade optimal gelaufen sind. Wir haben gesehen, wie sehr der öffentliche Dienst und die öffentliche Daseinsvorsorge kaputtgespart wurden. Kritik an der Krisenpolitik sollte dort eine Grenze haben, wo die Gesundheit und das Leben anderer gefährdet werden. Wer das Virus und seine Gefahren schlicht leugnet, handelt rücksichtlos egoistisch und unsolidarisch. Niemand darf die Pandemie als Vorwand nehmen, um Demokratieverachtung, Verschwörungserzählungen, Antisemitismus und Hass Gehör zu verschaffen.

In diesem Jahr werden bei der  Bundestagswahl im September wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. An erster Stelle muss ein verantwortlicher Umgang mit den Folgen der Krise stehen.  Deshalb werden sich der DGB und seine Gewerkschaften in den Wahlkampf einmischen und die Parteien daran messen, was sie für eine solidarische und soziale Gesellschaft tun. Unsere Schwerpunkte sind massive Investitionen in die Transformation von Wirtschaft und Arbeitswelt im Sinne der Beschäftigten. Wir müssen den Menschen Sicherheit in  Veränderungsprozessen geben.

Ralf Hron: „Wir brauchen Ordnung auf dem Arbeitsmarkt mit fairen Regeln für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wir wollen faire Arbeitszeitmodelle, klare Regeln für Homeoffice und mobiles Arbeiten und krisensichere Instrumente wie Kurzarbeit. Und: Wir wollen faire Einkommen. Deshalb sind mehr Tarifverträge und ein höherer Mindestlohn zwei ganz zentrale Punkte für uns. Der Sozialstaat muss gestärkt werden, denn das neoliberale Mantra vom 'schlanken Staat' ist endgültig gescheitert. Wir brauchen starke Sozialversicherungen, eine aktive Arbeitsmarktpolitik und einen Ausbau der sozialen Infrastruktur. Schnell wird klar werden, dass wir  ein solidarisches Europa verwirklichen und die Globalisierung fair gestalten müssen. Der DGB will Menschen motivieren, sich einzumischen und die Demokratie mitzugestalten.“

Tag der Arbeit Erzgebirge

Tag der Arbeit 2021 Erzgebirge DGB SWS

Tag der Arbeit 2021 Mittelsachsen

Tag der Arbeit 2021 Mittelsachsen Hron

1. Mai 2021 DGB Südwestsachsen

1. Mai 2021 DGB Südwestsachsen DGB SWS

Tag der Arbeit 2021 Vogtland

Tag der Arbeit 2021 Vogtland DGB SWS

1. Mai DGB Südwestsachsen

1. Mai DGB Südwestsachsen DGB SWS


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