Deutscher Gewerkschaftsbund

04.11.2020
Reichspogromnacht 1938

Auch in der Pandemie: Gedenken der Opfer rechten Terrors am 9. November in Zwickau

Seit Jahren erinnert der DGB Zwickau am 9. November auf dem Georgenplatz an die Reichspogromnacht. Seit neun Jahren auch vor dem Hintergrund des sogenannten "Auffliegens" der "NSU-Terrorzelle" (4. November 2011). Der 9. November: Tag des Gedenkens der Opfer rechten Terrors. In diesem Jahr allerdings unter besonderen Bedingungen. Wegen der weltumspannenden Corona Pandemie ist keine Veranstaltung wie in den vergangenen Jahren möglich. Trotzdem können alle Zwickauer:innen für sich selbst, eigenverantwortlich den gesamten Tag über am Georgenplatz gedenken.

Der 9. November 1938 gehört in der deutschen Geschichte zu den Tagen, an die man sich mit großem Entsetzen erinnern muss. Das Terrorregime der Nazis verschärfte die Repression gegen die jüdischen Bürgerinnen und Bürger und organisierte eine Pogromnacht, in der zahlreiche Menschen ermordet wurden. Wie man heute weiß, war das der Auftakt zur systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und in Europa. Der DGB Zwickau gedachte zum einen der Opfer dieser Untaten. Zum anderen sollte daran erinnert werden, was die Pogromnacht am 9. November 1938 ermöglichte. Zu viele waren untätig,  haben resigniert und weggeschaut. Das alles lehrt, wie sehr es darauf ankommt, Rassisten und Nazis von Anfang an zu widersprechen, ihnen entgegenzutreten.

Auch wenn die Corona-Pandemie es derzeit gebietet, von einer größeren Versammlung abzusehen, gedachte der DGB Zwickau dieses Jahr nicht weniger demütig und intensiv den Opfern faschistischer und rechter Gewalt. Deswegen wurden am Montag, den 09.11.2020, Vertreter des DGB Zwickau ein Blumengebinde am Georgenplatz ablegen. "Ein stilles Gedenken von Bürgerinnen und Bürgern im Laufe des Tages an der Gedenktafel: Das würden wir uns auch in diesen außergewöhnlichen Tagen wünschen.", so die Zwickauer DGB Chefin Sabine Zimmermann.


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