Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 003 - 08.01.2015
Einführung Mindestlohn hilft Menschen und Binnenkonjunktur in der Region

Beschäftigte profitieren in Südwestsachsen

Ralf Hron mit einem Mindestlohnplakat

DGB SWS

Die Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50€ wird nach Ansicht des DGB in Südwestsachsen für mindestens 60.000 bis 77.000 Beschäftigte eine Verbesserung der Entlohnung mit sich bringen. Seit dem 1. Januar diesen Jahres gilt der Mindestlohn für alle Branchen und alle Unternehmen. In dieser auf Grundlage der BA-Statistik berechneten Zahl sind nur die unmittelbar betroffenen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse eingeflossen.

Da der Mindestlohn u.a. auch für Minijobs, schlicht für alle Beschäftigungsverhältnisse gilt, dürften noch wesentlich mehr Beschäftigte profitieren. Darüber hinaus wird es in den kommenden Monaten zu Anpassungen der Bezahlung auch im höher entlohnten Bereich kommen müssen. Um den Lohnabstand zu den unteren Lohngruppen zu wahren. Dadurch werden auch viele weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch Lohnerhöhung von der gesetzlichen Einführung des Mindestlohnes profitieren.

DGB-Regionsgeschäftsführer Ralf Hron drückte seine Überzeugung aus, dass gerade in unserer Region sehr viele Menschen vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren werden. „Nach einer mehr als einem Jahrzehnt dauernden gesellschaftlichen Debatte ist er nun endlich da, der Mindestlohn! Das Prinzip, das man von ehrlicher Arbeit auch selbständig leben können muss, wird nicht nur von einer großen Mehrheit der Bevölkerung geteilt. Der Mindestlohn ist auch ökonomisch sinnvoll. Die Binnenkonjunktur braucht mehr Stabilität. Wenn viele Menschen jetzt fairer entlohnt werden wird mehr Geld im unmittelbaren regionalen Wirtschaftskreislauf ausgegeben, Aufstockerleistungen entfallen.“

Der DGB führt vom 12. bis 16. Januar zur Begrüßung eine Mindestlohntour in der Region durch und bewirbt dabei eine Telefonhotline. Dort können sich alle Interessierten zu Fragen der Einführung des Mindestlohnes informieren. Hron erinnerte daran, “dass die Umgehung des gesetzlichen Mindestlohnes keine Bagatelle ist, sondern einen Straftatbestand darstellt.“ Arbeitgeber, die hier tricksen, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Hinweise dieser Art werden beim DGB auch anonym entgegen genommen.

Ausnahmen gelten nur für Praktikanten ab dem 5. Monat, Langzeitarbeitslose und ZeitungszustellerInnen. Für eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2016 darf der Mindestlohn mit Branchenmindestlöhnen nach den Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) und für die Leiharbeit nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) unterschritten werden. Ab 2017 müssen dann mindestens 8,50€/Stunde für alle gezahlt werden.

Weitere Hinweise und ein statistischer Bezug findet sich in der angehängten Datei.

Rückfragen unter: 0170-5610513


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Pressefoto Ralf Hron

Regionsgeschäftsführer Ralf Hron

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