Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 008 - 29.03.2022

DGB Erzgebirge: Ukrainischen Geflüchteten helfen

Am 28. März traf sich der DGB Kreisverband Erzgebirge um 17 Uhr zu seiner Sitzung in der Waldmühle Wolkenstein. Vordringliche Themen der Sitzung waren der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die hohen Energiepreise. Der Krieg in der Ukraine macht sich zunehmend auch im Erzgebirge bemerkbar: Laut Christian Saffert von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) richtet sich der Erzgebirgskreis möglicherweise auf einen größeren Zuwanderungszustrom ein, als noch während der Fluchtkrise 2015. Die zumeist weiblichen und oft minderjährigen Geflüchteten brauchen jetzt vor allem erst mal Unterkunft und Kinderbetreuung. Sie brauchen Ruhe vor dem russischen Angriffskrieg.

Am 28. März traf sich der DGB Kreisverband Erzgebirge um 17 Uhr zu seiner Sitzung in der Waldmühle Wolkenstein. Vordringliche Themen der Sitzung waren der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die hohen Energiepreise. Der Krieg in der Ukraine macht sich zunehmend auch im Erzgebirge bemerkbar: Laut Christian Saffert von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) richtet sich der Erzgebirgskreis möglicherweise auf einen größeren Zuwanderungszustrom ein, als noch während der Fluchtkrise 2015. Die zumeist weiblichen und oft minderjährigen Geflüchteten brauchen jetzt vor allem erst mal Unterkunft und Kinderbetreuung. Sie brauchen Ruhe vor dem russischen Angriffskrieg.

Um die Flüchtenden bei ihrer Ankunft zu unterstützen, braucht es Ehrenamtliche aus der Region. Die wiederum spüren aber die Folgen des Krieges mittlerweile an den gestiegenen Kosten: Immer höhere Heiz-, Lebensmittel- und Mobilitätskosten sind unübersehbar. Gerade letztere sind ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor in erzgebirgischen Haushalten: „Wer im Erzgebirgskreis mobil sein möchte, braucht ein Auto. Wir sind eine Flächenregion. Auf Bus und Bahn wartet man hier teilweise mehrere Stunden an der Haltestelle. Deswegen geht es ohne Auto nicht. Und das braucht Sprit“, betont Andreas Bernhardt, ehrenamtlicher Chef des hiesigen DGB.

„Die Menschen in unserer Region leiden ohnehin schon unter den gestiegenen Preisen. Wenn man jetzt die Solidarität der Menschen nicht im Keim ersticken will, muss man für entsprechende Kompensation sorgen. Die Spritpreise, die vor allem Gering- und Normalverdienende im Erzgebirge belasten, müssen angemessen entschädigt werden.“ fordert der Kreisverband ebenso wie auch die Unterstützung von Landes- und Bundesgeschäftsführung des DGB sowie seiner Mitgliedsgewerkschaften. „Dreißig Cent pro Kilometer sind da längst nicht mehr zeitgemäß. Wir dürfen jetzt die Hilfe der Erzgebirgerinnen und Erzgebirger nicht auf’s Siel setzen und müssen dringend rauf auf eine realistische Kilometerpauschale von 40 Cent pro gefahrenem Kilometer.!“, sagt er.

Ralf Hron, Chef des DGB in Südwestsachsen fügt hinzu: „Es darf nicht sein, dass es mittlerweile sogar Profit mit dem Krieg gibt: Die gestiegenen Preise sind nicht mit dem Krieg begründbar. Es handelt sich hier ganz offensichtlich um das Ausnutzen der Verbaucher:innen! Wenn Ölkartelle und interne Absprachen von Energieunternehmen die Dynamik des ohnehin schon schrecklichen Angriffskrieges nutzen, dann ist das eine ungeheuerliche Schweinerei, die es sofort zu stoppen gilt!“


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Regionsgeschäftsführer Ralf Hron

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