Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 005 - 13.01.2015
Chemnitz

Chemnitz bekommt den Mindestlohn

Seit 1. Januar gilt allgemeine gesetzliche Lohnuntergrenze – 13.000 direkt Betroffene

Der Mindestlohn LKW vorm Roten Turm in Chemnitz

DGB SWS

Auch in Chemnitz gilt, wie überall in Deutschland, seit dem 1. Januar diesen Jahres der gesetzliche Mindestlohn. Von der Einführung der Lohnuntergrenze in Höhe von 8,50 € sind nach Aussagen des DGB in Chemnitz über 13.600 Personen direkt betroffen. Dies ergibt sich aus der Statistik der BA, die bis zu einer Lohnhöhe von 1.500 € eine entsprechende Personenzahl ausweist. Da diese Statistik nur von Vollzeitbeschäftigten mit Sozialversicherungspflicht ausgeht, ist die tatsächliche Anzahl der Betroffenen wesentlich höher. In Deutschland gibt es keine regional differenzierte Statistik zu den Stundenlöhnen. Aus der Anzahl der Vollzeitbeschäftigten kann jedoch über die durchschnittliche Wochenarbeitszeit geschlussfolgert werden, dass das für den Mindestlohn relevante Arbeitsentgelt annähernd bei 1500 € liegt.

Die DGB Region Südwestsachsen begrüßt in dieser Woche mit einer Mindestlohntour die Einführung und informiert über die gesetzlichen Regelungen. Am 13.01. macht die Tour in Chemnitz Station. Am frühen Morgen gab es eine Aktion der DGB-Jugend, wo 350 Begrüßungsbeutel auf dem Hauptbahnhof verteilt wurden. Das Infomobil mit Großflächenplakat, dass durch die Stadt fährt, weist auf die bundesweite Hotline der Gewerkschaften unter der Nummer 0391 40880003 hin. Unter dieser Nummer werden werktäglich zwischen 7-20 Uhr und an den Samstagen von 9-16 Uhr alle Fragen rund um den Mindestlohn beantwortet. Die Hotline ist bis 31. März 2015 geschaltet.

Ralf Hron, DGB Regionsgeschäftsführer: „Wir erhalten jetzt bereits sehr viele Rückmeldungen über die Hotline. Gerade in unserer Region sind sehr viele Menschen von der Einführung des Mindestlohnes betroffen. In Südwestsachsen gehen wir von über 77.000 sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten aus, die unter der Mindestlohngrenze arbeiteten. Teilzeitbeschäftigte und Minijobber sind in dieser Zahl noch nicht einmal enthalten.“ Der DGB weist darauf hin, dass die Einhaltung des Mindestlohns gesetzlich vorgeschrieben ist. Hron: „Ich gehe davon aus, dass die Arbeitgeber sich an Recht und Gesetz halten. Die Umgehung der gesetzlichen Lohngrenze ist kein Kavaliersdelikt.“

 

Mindestlohn LKW vorm Nischl in Chemnitz

DGB SWS

Mindestlohn LKW in Chemnitz am Theaterplatz

DGB SWS

Mindestlohn LKW vor der Bunten Esse in Chemnitz

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Mindestlohn LKW vor dem Mercure in Chemnitz

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Mindestlohn LKW vor Galleria Kaufhof in Chemnitz

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Pressefoto Ralf Hron

Regionsgeschäftsführer Ralf Hron

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