Deutscher Gewerkschaftsbund

07.12.2020
HARIBO-Standort Wilkau-Haßlau

Lampionumzug am 2. Advent - Gewerkschaft NGG ruft auf!!

Mit Kundgebungen, Menschenkette, Lampions fordern Beschäftigte und Unterstützer:innen soziale Verantwortung vom Unternehmen

6.12.2020 Wilkau Haßlau

NGG Kundgebung am 6.12.2020 Wilkau Haßlau zur HARIBO geplanten Schließung DGB SWS

Am 2. Advent 2020 forderte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gemeinsam mit den Beschäftigten und Unterstützer:innen soziale Verantwortung vom HARIBO-Unternehmen. Mit einer eindrucksvollen Veranstaltung in Wilkau-Haßlau unterstrichen die Versammelten am Sonntagnachmittag einmal mehr ihre Absicht, die geplante Schließung des Standortes Wilkau-Haßlau nicht einfach so hinzunehmen. Thomas Lißner von der NGG berichtete unter großem Beifall von der Entschlossenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Familien für den Erhalt ihrer Jobs zu kämpfen. Einmal mehr zeigt sich bei dem Konflikt, wie wichtig es für die Beschäftigten ist, einen Betriebsrat zu haben. Das muss jetzt überall Standard werden! Ganz wunderbar zu sehen ist am Standort der Zusammenhalt und die Solidarität untereinander. Großen Respekt erfahren die Beschäftigten aus den Mitgliedsgwerkschaften des DGB und aus vielen Regionen im Osten.

Betriebsrat Frank Schröder berichtete am Adventsabend von den Reaktionen der Kolleginnnen und Kollegen. Die sind motiviert und denken natürlich auch an die Zukunft ihrer Kinder und Familien. Bürgermeister Stefan Feustel berichtete über die Reaktionen der Unternehmensleitung, von Unterstützungen aus Politik und Gesellschaft und der Bedeutung des Unternehmens für die Menschen in der Region. Die ehrenamtliche DGB Vorsitzende von Zwickau und MdB Sabine Zimmermann (Die LINKE) sprach zu den Versammelten, ebenso wie die Pfarrerin Frau Bertlein. HARIBO hat viele Jahre in Wilkau-Haßlau Gewinne gemacht, bereits vorher Geld abgezogen und will sich jetzt asozial vom Acker machen. Ralf Hron, DGB Regionsgeschäftsführer in Südwestsachsen überbrachte Grüße vom Wirtschafts- und Arbeitsminister Sachsens Martin Dulig. Der Minister hatte bei der  letzten Kundgebung vor wenigen Tagen in Zwickau zu den Beschäftigten von HARIBO von "einem miesen Weihnachtsgeschenk" gesprochen. Die Firma ist jetzt aufgerufen, ihre offensichtlich rein strategisch motivierte katastrophale Entscheidung zurückzunehmen. Das Gold des Bären sind immer noch seine Beschäftigten. Das sollte die Eigentümerfamile Riegel nicht vergessen. Außerdem ist die Botschaft zu Weihnachten in Pandemiezeiten ein extrem ungerechtes Signal. Im 100. Jahr der Firma entscheidet der Westen über die Menschen im Osten. Was wohl die Kundinnen und Kunden im ganzen Osten zu einer solchen Nummer sagen?

 


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