Deutscher Gewerkschaftsbund

19.08.2019

Vizekanzler Scholz und Dulig im HdG in Chemnitz

Gespräch zur Transformation

Vizekanzler Olaf Scholz, stellv. MP Martin Dulig und DGB SWS Ralf Hron am 6.8.2019

Vizekanzler Olaf Scholz, stellv. MP Martin Dulig und DGB SWS Ralf Hron am 6.8.2019 Hron

Am 06.08.2019 fand im Haus der Gewerkschaften Chemnitz auf Einladung des DGB ein Gespräch zu Transformation in der Region Südwestsachsen mit Vizekanzler Olaf Scholz und dem stellv. Ministerpräsidenten Sachsens, Martin Dulig, statt. Diskutiert wurden die Herausforderungen und Probleme beim Wandel der Arbeitswelt und den Veränderungsprozessen in den Unternehmen. Sowohl die Automobilindustrie, mit ihrem Wechsel zur E-Mobilität, wie die rasanten Veränderungsprozesse im Maschinenbau unter dem Stichwort Digitalisierung, aber auch die daraus resultierenden Umwälzungen in Verwaltung und öffentlichen Unternehmen, im Verkehrssektor genauso wie im Handwerk kamen zur Sprache.

Die Gewerkschaften in Südwestsachsen stellen an die Politik die Forderung, den Veränderungsprozess aktiv zu unterstützen und zu begleiten. Aus Sicht des DGB ist dazu eine dauerhafte Arbeitsgemeinschaft für Innovationsprozesse erforderlich. Neben der Begleitung, Qualifizierung und Finanzierung von technologischer Entwicklung bedarf es dringend einer Unterstützung für eine „Vorwärtsstrategie“, damit wir in der Region nicht eine zweite Deindustriealisierungswelle erleben. Abwarten jedenfalls ist keine Strategie.

Olaf Scholz, Vizekanzler, Bundesfinanzminister: „Wir müssen Transformation breit denken (E-Mobilität, veränderte Arbeitswelt). Wenn wir auf den Zusammenhalt der Gesellschaft bauen, können wir es schaffen!“


Martin Dulig, stellv. MP, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr : „Südwestsachsen ist das industrielle Herz Sachsens. Hier und im gesamten Osten hat man schon reichlich Erfahrung mit Transformation (insb. Wendeerfahrung).“

Ralf Hron, DGB-Regionsgeschäftsführer: „Wenn wir richtiger Weise für den Ausstieg aus der Braunkohle große Summen in die Wandlungsprozesse investieren, muss die Frage erlaubt sein, wie viel die Gesellschaft für eine Aufbruchindustrie bereit ist zu zahlen. Diese Frage steht jetzt, wir brauchen auch neue Finanzierungsinstrumente.“

Thomas Knabel, 1. Bevollmächtiger IG Metall Zwickau : „Wir brauchen einen Risikofonds für Zukunftsinvestitionen und massiven Einsatz für die Ladeinfrastruktur! Alle reden von Transformation. Bei uns findet sie statt.“


Mario John:1. Bevollmächtigter IG Metall Chemnitz Erzgebirge  „Wir in Chemnitz sind das Scharnier zwischen Leipzig und Zwickau. Wir haben Benzin im Blut!“

 

Hintergrund


An dem Gespräch nahmen die 1. Bevollmächtigten der IG Metall Zwickau und Chemnitz, Thomas Knabel und Mario John sowie von ver.di, Kerstin Eger, Catlen Halberstadt und andre Urmann und der BR-Vorsitzende der DB Regio Netz, Wolfgang Schreiber teil. Zur Diskussion erschienen auch der Präsident der HWK Chemnitz, Frank Wagner sowie der Hauptgeschäftsführer der HWK Chemnitz, Markus Winkelströter und der Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz, Hans-Joachim Wunderlich ebenso wie der Geschäftsführer der CWE, Sören Uhle. Der Regionsgeschäftsführer des DGB, Ralf Hron, begrüßte die Gäste, zu denen weitere Gesprächspartner gehörten.

 


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