Deutscher Gewerkschaftsbund

04.10.2019
DGB Zukunftsdialog

Schluss mit Niedriglohn - Wir brauchen mehr Tarifbindung jetzt!

Am siebten Oktober, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, startet der DGB in Südwestsachsen den Kampagnenteil "Tarif. Gerecht. Für alle." Zentrale Forderung: Mehr Tarifbindung und damit bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Region. Mit verschiedenen Aktionen soll dem Thema Nachdruck verliehen werden.

Statement von Ralf Hron zum Start des Zukunftsdialoges, Teil Tarif

"Mit vielen verschiedenen Aktion wollen wir das Thema Tarif in die Öffentlichkeit tragen." so Ralf Hron, DGB-Chef in Südwestsachsen. "In Chemnitz, Zwickau, Plauen, Annaberg und Freiberg wollen wir zeigen: Nur wer faire Arbeitsbedingungen bietet, kriegt auch Fachkräfte! Und "fair" bedeutet, dass sich Arbeitgeber an mit DGB Gewerkschaften ausgehandelte Tarifverträge halten.", so der Gewerkschafter. Der siebte Oktober, der Welttag für menschenwürdige Arbeit, bildet dabei den Startschuss für den Kampagnenteil.

Ein kluger Arbeitgeber handelt mit der zuständigen Gewerkschaft einen Tarifvertrag aus. Das sorgt für Zufriedenheit in der Belegschaft und sichert Arbeitsplätze im Betrieb und in der Region.

Gute Tarifverträge können auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Zum Beispiel über die Vergabe öffentlicher Aufträge: Wenn Kommunen oder der Freistaat Aufträge vergeben, dann muss die Vergabe daran gebunden sein, dass das auftragnehmende Unternehmen tarifgebunden ist. Ebenso sind die Betriebe ganz unmittelbar angesprochen. Ein kluger Arbeitgeber handelt mit der zuständigen Gewerkschaft einen Tarifvertrag aus. Das sorgt für Zufriedenheit in der Belegschaft und sichert Arbeitsplätze im Betrieb und in der Region.

Wer arbeitet, muss auch davon leben können und später eine auskömmliche Rente erhalten. Denn wer heute wenig verdient, hat auch im Alter nur das Nötigste. Gerecht geht anders.

In Sachen Tarifbindung hat nämlich nicht nur die Region Südwestsachsen noch viel Nachholebedarf. Ganz Sachsen steht seit der Wiedervereinigung unter dem Label "Land der niedrigen Löhne". Für den DGB ist aber klar: Wer arbeitet, muss auch davon leben können und später eine auskömmliche Rente erhalten. Denn wer heute wenig verdient, hat auch im Alter nur das Nötigste. Gerecht geht anders. Das gefährdet nicht nur die eigene Brieftasche sondern den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt!


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Leser-Kommentare

KOMMENTARE

Sonja Riedel schrieb am 10. Oktober 2019 um 06:16 Uhr:

Bei der Tarifbindung sollte nicht nur ans Geld, sondern auch an die Gestaltung der Arbeitszeit gedacht werden. In einigen Berufen gibt es immer noch "geteilten Dienst", der weder attraktiv ist, noch der Gesundheit zuträglich (auch im Hinblick zunehmend längerer Arbeitswege). So etwas gehört schleunigst abgeschafft! Was nützt mir eine halbwegs auskömmliche Rente, wenn ich sie nicht erlebe?

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