Deutscher Gewerkschaftsbund

07.09.2012

Warnstreik der sächsischen Lehrer und Erzieher

Am 7. September folgten rund 13.000 im sächsischen Landesdienst beschäftigte Lehrerinnen, Lehrerinnen, Erzieherinnen und Erzieher dem Streikaufruf der GEW Sachsen vor dem Landtag in Dresden. Sie forderten die Aufnahme von Verhandlungen zu einem Demografie-Tarifvertrag im Freistaat Sachsen. Dieser Tarifvertrag sollte u.a. folgende Eckpunkte enthalten: Analyse der Entwicklung der Beschäftigtenstruktur im Schuldienst; Vereinbarung neuer Altersteilzeitregelungen; Schaffung von Bedingungen für alternsgerechtes Arbeiten und flexible Altersübergänge und weitere Forderungen.

Die Landesregierung hat wiederholt die Aufnahme von Tarifverhandlungen zu einem Demografie-Tarifvertrag und zur Altersteilzeit verweigert. Der dem Landtag zugeleitete Entwurf des Doppelhaushaltes zeigt darüber hinaus, dass keinerlei Vorsorge für den notwendigen Generationswechsel an den Schulen getroffen werden.

Zunehmend wird im Bildungsbereich im Freistaat Sachsen gespart. Die Löhne und Gehälter sind am Boden und zu allem Überfluss sollen nun Stellen gestrichen werden, sodass die Klassen aus allen Nähten platzen! Junge Lehrerinnen und Lehrer sollen nun diese Missstände ausbaden. Qualifizierte Fachkräfte wandern ab, so dass dem Freistaat Sachsen wertvolle Ressourcen verloren gehen! Dagegen setzten sich heute die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer zu Wehr! Unterstützt wurden sie dabei auch von der DGB Region Südwestsachsen. Wir sind solidarisch! Wir lassen uns nicht verramschen!

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Die meisten europäischen Länder machen bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen. In Deutschland blockieren die Entscheidungsträger Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten. Dabei arbeiten immer mehr Menschen zu Niedriglöhnen. Zur Seite: www.mindestlohn.de