Deutscher Gewerkschaftsbund

06.10.2017
Arbeit und Leben Sachsen e.V.

Unternehmen für Toleranz

Auszeichnungsveranstaltung 2017 in Freiberg

Auszeichnungsveranstaltung am 5.10.2017 in Freiberg für die "Unternehmen für Toleranz" 2017.

Auszeichnungsveranstaltung am 5.10.2017 in Freiberg für die "Unternehmen für Toleranz" 2017. Hron

Freiberg, 5.10.2017. Zum vierten Mal hat ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. den Titelwettbewerb „Unternehmen für Toleranz“ ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurden Unternehmen und Niederlassungen in Sachsen, die sich für Werte wie Vielfalt und Toleranz sowie gegen Diskriminierung und Rassismus einsetzen. Der Titelwettbewerb steht unter Schirmherrschaft der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping.  Mit der Vergabe des Titels „Unternehmen für Toleranz“ werden seit 2012 erfolgreiche unternehmerische Aktivitäten für eine Demokratie- und Toleranzförderung unterstützt und gewürdigt. Zur Teilnahme waren sowohl kleine und mittlere als auch Großunternehmen sowie Vereine und Einrichtungen im Freistaat aufgerufen.

ASB Chemnitz ausgezeichnet.

ASB Chemnitz ausgezeichnet. Hron

Aus zahlreichen Bewerbungen hat die Jury, bestehend aus Vertreter/-innen des Geschäftsbereichs der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, des Kulturbüros Sachsen und von ARBEIT UND LEBEN Sachsen, fünf Unternehmen und Niederlassungen in Sachsen ausgewählt, die künftig berechtigt sind, den Titel „Unternehmen für Toleranz“ zu tragen.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr die Dresdner Verkehrsbetriebe AG, die Terrot GmbH aus Chemnitz, der Arbeiter-Samariter-Bund, Ortsverband Chemnitz und Umgebung e.V., die Feinbäckerei Perduß aus Leipzig sowie Zahntechnikermeister Veit Lehmann vom Dentallabor Rabenau.

 

Terrot GmbH Chemnitz.

Terrot GmbH Chemnitz. Hron

In ihren Laudationes würdigten Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Iris Kloppich, Vorsitzende DGB Bezirk Sachsen, Joachim Otto, Vizepräsident Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e.V., Stefan Grande, Geschäftsführung ARBEIT UND LEBEN Sachsen, sowie Grit Hanneforth, Geschäftsführerin Kulturbüro Sachsen, das vorbildliche Engagement und entschiedene Eintreten der Titelträger für Vielfalt und Toleranz.

Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Die Frage, warum es überhaupt eines Toleranzpreises bedarf, erübrigt sich aus meiner Sicht bei einem Blick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl. Ich bin überzeugt, dass uns weder eine Abschottung Sachsens und Deutschlands noch die Herablassung gegenüber den Anhängern rechtspopulistischer Politik weiterhelfen. Wir benötigen eine Debatte mit klarer Werthaltung und Augenmaß, mit Respekt für den oder die Einzelne und Entschlossenheit in der eigenen Haltung. Wir müssen die Errungenschaften unserer Gesellschaft aktiv verteidigen, denn wir alle profitieren von Offenheit und freiem Austausch, im Wirtschaftsleben, aber auch in Kultur und Wissenschaft. Diesen Geist sehe ich auch im Wettbewerb „Unternehmen für Toleranz“. Für Toleranz und Interkulturalität, für Menschenrechte und Demokratie einzutreten ist nicht selbstverständlich. Es erfordert Entschiedenheit und den Mut dort das Wort zu ergreifen, wo andere sich lieber wegdrehen. Ein solcher Preis zeigt, wie viele andere gute Initiativen auch, dass es anders geht; dass Toleranz aktiv gelebt und gefördert wird und dass es sich lohnt, sich breit und bunt aufzustellen.“

Hintergrund

ARBEIT UND LEBEN Sachsen ist eine selbstständig agierende, staatlich anerkannte und landesweit  tätige Organisation der politischen und sozialen Jugend- und Erwachsenenbildung in gemeinsamer Trägerschaft des DGB mit seinen Einzelgewerkschaften und des Sächsischen Volkshochschulverbandes mit seinen Mitgliedern, den Volkshochschulen in Sachsen. Die gemeinnützige Einrichtung wurde im Juni 1991 gegründet und arbeitet aktiv im Dachverband Bundesarbeitskreis ARBEIT UND LEBEN mit, in dem alle Landesorganisationen von ARBEIT UND LEBEN vertreten sind.

DGB Regionsgechäftsführer Ralf Hron vertrat 2017 den DGB Sachsen in der Jury des Preises.


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