Deutscher Gewerkschaftsbund

Gründung des Kreisverbandes Erzgebirge

Im Rahmen einer Betriebs- und Personalrät/innenkonferenz in Annaberg-Buchholz gründete sich am 20. September der ehrenamtliche DGB Kreisverband Erzgebirge.

Dem DGB-Kreisverband gehören an: Mathias Drechsler (IG BAU), Klaus Tischendorf (ver.di), Harald Bronst (IG Metall), Udo Krahl (GdP), Ferdinand Dick (NGG) und Michael Willnecker (ver.di). Als Stellvertreter fungieren: Andreas Bernhardt (IG BAU), Siegfried Schmieder (IG Metall), Ullrich Laukner (GdP) und Paul Gruber (NGG).

Vor 80 Teilnehmer/innen eröffnete Sabine Zimmermann, DGB Regionsvorsitzende von Südwestsachsen die Konferenz. „Wir setzen damit die vor einigen Jahren begonnene Strukturreform des DGB weiter um. Mit der flächendeckenden Gründung von ehrenamtlichen Kreisverbänden auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte bekennt sich der DGB klar zur Präsenz in der Fläche. Dadurch wird gewährleistet, dass es für politische Institutionen, die Gewerkschaften und ihre Mitglieder, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger kompetente und ortsnahe Ansprechpartner gibt. Zu den Aufgaben des DGB-Kreisverbandes gehört es, Arbeitnehmerinteressen vor Ort zu vertreten und in die Kommunalpolitik einzubringen. Der Kreisverband nimmt sich gesellschaftlich wichtigen Themen an, mit dem Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region zu verbessern.“

Unten den Gästen der Veranstaltung waren u. a. der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gunkel (SPD),der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Thomas Berndt und die Geschäftsführerin der IHK Chemnitz, Region Erzgebirge, Almut Beck.

Grußworte zur Veranstaltung hielten:
Herr Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH
Herr Andreas Stark, Landratsamt Erzgebirgskreis
Frau Barbara Klepsch, Oberbürgermeisterin Stadt Annaberg-B.
Kollege Simon Vohar, Nordböhmischer Bund der Gewerkschaftsorganisationen der Bergbauindustrie Chomutov
Die Gäste begrüßten die Stärkung des DGB vor Ort.

Iris Kloppich, Vorsitzende des DGB Sachsen stellte in ihrem Vortrag „Neue Zeiten erfordern neue Antworten“ heraus, vor welchen Herausforderungen Gewerkschaften heute in Sachsen stehen. Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, die Zunahme prekärer Beschäftigung, die Ausbreitung von Leiharbeit, Minijobs und Niedriglöhnen und deren Folgen, wie die Altersarmut zeigen umso mehr die Bedeutung von gewerkschaftlicher Interessenvertretung. Es gilt „wichtige Arbeitnehmerinteressen unter dem Dach des DGB zu vertreten“. Sie betonte, dass gerade das Ehrenamt eine „ganze Menge Kraft“ zur Gestaltung dieser Arbeit vor Ort hat.

Hauptthema der Betriebs- und Personalrätekonferenz war der Vortrag von Prof. Däubler zum Thema Arbeitsmarkt im Wandel. Der Arbeitsrechtler ging in seinem Vortrag auf die Grundstruktur des Arbeitsrechtes, die Arbeitsmarktreform von 2002-2004 und deren Auswirkungen ein. Er beschrieb die derzeitige Situation am Arbeitsmarkt in Deutschland und Europa und diskutierte konkrete Handlungsmöglichkeiten für Betriebs- und Personalrät/innen, vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt.
Gerade der letzte Punkt beschäftigte sich damit, wie  Betriebs- und Personalrät/innen ihre Rechte ausschöpfen können und welche Handlungsmöglichkeiten es in den Themen Leiharbeit, Werkverträge und Teilzeit im Betrieb gibt.
Nach einer regen Diskussion endete die Veranstaltung und setzte gleichermaßen den Startpunkt für die Gewerkschaftsarbeit im neuen Kreisverband Erzgebirge.

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