Deutscher Gewerkschaftsbund

16.11.2012

DGB Südwestsachsen unterstützt Warnstreik der Lehrerinnen und Lehrer

Nach der machtvollen Warnstreikaktion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft am 7. September 2012 in Dresden sind auch am 15. und 16. November 2012 wieder tausende Lehrerinnen und Lehrer dem Streikaufruf der GEW gefolgt. Die Kundgebungen fanden u.a. in Chemnitz, Zwickau und Plauen statt.
Die Lehrkräfte in Sachsen fordern die Aufnahme von Verhandlungen zur Altersteilzeit im Rahmen eines Demografie-Tarifvertrages. Bisher gibt es jedoch keine ernstzunehmenden Signale, dass den berechtigten Forderungen der sächsischen Lehrerschaft entsprechend Rechnung getragen wird.

Unterstützt wurden die Warnstreikaktionen auch von der DGB-Region Südwestsachsen. Die Vorsitzende, Sabine Zimmermann, überbrachte solidarische Grüße des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften und versicherte den Streikenden, dass der DGB fest an ihrer Seite steht. Sie sprach in Chemnitz und Zwickau und forderte die Lehrerinnen und Lehrer auf, „sich in ihren Forderungen nicht beirren zu lassen. Der Kampf für einen attraktiven Bildungsstandort Sachsen verdient Unterstützung und Anerkennung. Die Landesregierung muss im Interesse des Landes endlich zur Vernunft kommen.“

Auch in Plauen beteiligten sich heute über 600 Kolleginnen und Kollegen am Streik der GEW und des SLV im Vogtlandgarten. Der Freistaat spart und unter dem Diktat einer Splitterpartei entwirft die Saatsregierung sinnfreie Oberschulmodelle, in denen Steuergelder ohne nachhaltigen Zweck versenkt werden. Die Schulklassen platzen aus allen Nähten und Lehrerinnen und Lehrer müssen bis ins hohe Alterarbeiten ohne nennenswerte Neueinstellungen junger Fachkräfte arbeiten. Das sind nur einige Punkte, gegen die sich die Kolleginnen und Kollegen zur Wehr setzen. Der Auftakt auf dem Gelände der vor dem sächsischen Landtag liegt nicht weit zurück. Jetzt machen die Kolleginnen und Kollegen Ernst und fordern "gute Bildung kommt von guter Arbeit für die Lehrerinnen und Lehrer in diesen Freistaat! Die Menschen machen hervorragende Arbeit, aber das Bildungssystem hinkt gewaltig!"

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