Deutscher Gewerkschaftsbund

25.03.2015
Beschäftigte fordern 5,5 % mehr Lohn, mindestens jedoch 175 €

Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder

Die Beschäftigten für den Bereich öffentlicher Dienst der Länder befinden sich mit ihren Gewerkschaften GEW, ver.di und GdP in der Tarifauseinandersetzung. Gefordert werden unter anderem 5,5 % mehr Lohn, mindestens jedoch eine Erhöhung von 175 €. Die Arbeitgeber haben in den bisherigen Tarifverhandlungen keine ausreichenden Angebote unterbreitet und stattdessen wollen sie die betriebliche Altersversorgung kürzen bzw. einschränken. 

Am 11. März fand in Chemnitz eine Warnstreikveranstaltung für den Bereich der DGB Region Südwestsachsen mit 5300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. In über 40 Bussen machten sich die Lehrerinnen und Lehrer, die Feuerwehrleute und die Beschäftigen aus den Verwaltungen frühmorgens auf den Weg, um an der Kundgebung teilzunehmen. Ab 8.00 Uhr trafen sich die Kolleginnen und Kollegen am Kraftwerk zu einem Warnstreikfrühstück. Um 9.30 Uhr startete ein bunter und lautstarker Demonstrationszug zum Nischel in der Chemnitzer Innenstadt. Zwischen 10 und 11 Uhr fand die Kundgebung statt, auf der u.a. die GEW Landesvorsitzende, Dr. Sabine Gerold, und für den ver.di Landesbezirk Oliver Greie zu den Versammelten sprach. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Sächsischen Lehrerverband und dem Beamtenbund durchgeführt. Gleichzeitig fanden ähnliche Veranstaltungen in Dresden und Leipzig statt. Der DGB aus der Region Südwestsachsen unterstützte aktiv die Vorbereitung und Durchführung der Aktion in Chemnitz. 

Am 24. März 2015 fand in Leipzig eine sehr beeindruckende Kundgebung zur aktuellen Tarifauseinandersetzung für den öffentlichen Dienst der Länder auf dem Augustusplatz statt. Nachdem die bisherigen Verhandlungen keine Ergebnisse gebracht haben, wurde an diesem Tag mit 27.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein sehr lautstarkes Signal für die Verhandlungen gesetzt. Aus Südwestsachsen nahmen sehr viele Kolleginnen und Kollegen der GEW, von ver.di und der GdP an dem ganztätigen Warnstreik teil und fuhren nach Leipzig. Punkt 12.00 Uhr wurde auf dem sehr gut gefüllten Augustusplatz in Kooperation mit dem SLV und dem Beamtenbund die Warnstreikveranstaltung durchgeführt. Für die GEW sprach Andreas Gehrke, der Mitglied der Verhandlungskommission ist. Für ver.di sprach Achim Meerkant, der Bundesfachbereichsleiter seiner Organisation. In den Reden wurde vor einem sehr lautstark protestierenden Publikum endlich Bewegung von den öffentlichen Arbeitgebern gefordert. Einen Eingriff in die betriebliche Altersvorsorge, wie ihn z.B. der Verhandlungsführer Bullerljahn fordert, wird es mit den Gewerkschaften nicht geben. DGB Regionsgeschäftsführer Ralf Hron nahm an der Veranstaltung teil.

Warnstreik im öffentlichen Dienst

Axel Stumpf, GEW, trifft Finanzminister Umland DGB/Hron


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