Deutscher Gewerkschaftsbund

02.07.2015
NGG und DGB KV Erzgebirge

Gut ausgerüstet in die Ausbildung in Schneeberg

BSZ Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft am 25.06.2015

Projekttag Demokratie und Mitbestimmung in Schneeeberg.

Projekttag Demokratie und Mitbestimmung im BSZ am 25.6.2015 in Schneeeberg Hron

Sie waren sehr diszipliniert, die angehenden Hotelfachfauen und –männer vom BSZ Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft in Schneeberg am 25.06.2015. Auch eine Restaurantfachfrau in Ausbildung war dabei, als die TeamerInnen des DGB und NGG Sekretär Matthias Eulitz den zukünftigen Fachkräften das wichtigste Rüstzeug in Sachen Demokratie und Mitbestimmung mit auf den Weg gegeben haben.

„Für uns bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten steht dabei im Fokus, dass den Auszubildenden klar sein sollte, dass sie keine billigen Arbeitskräfte darstellen sondern ganz im Gegenteil besonders schutzbedürftig sind! Nur allzu oft erleben wir, dass junge Menschen mit großen Erwartungen und tollen Versprechungen eine Ausbildung im gastronomischen Bereich beginnen und binnen kurzer Zeit auf dem Boden der Realität landen. Dann ist es wichtig, dass sie wissen, was zu tun ist und wer die wichtigen Ansprechpartner rund um das Thema Ausbildung sind!“, so Eulitz.

Insbesondere der aktuell abgeschlossene Tarifvertrag und was darin im Gegensatz zum Gesetz geregelt ist, sowie Fragen zu Überstunden, Dienstplänen, Urlaub und nicht zuletzt der Ausbildungsvergütung brannten den jungen Leuten ganz besonders unter den Nägeln.

Leider zeigte sich aber auch wie so oft, wie schwierig die Ausbildungsbedingungen zum Teil sind, als im Verlauf des Unterrichts einige Missstände zu Tage traten. Kein Wunder also, dass eine Ausbildung in der Gastronomie im Vergleich mit anderen Ausbildungsberufen derzeit verhältnismäßig selten angenommen wird, solange regelmäßige Spätschichten, geringe Ausbildungsvergütung und kurzfristige Dienstplanänderungen an der Tagesordnung sind.

„Trotz allem macht den Azubis die Arbeit im Kontakt mit den Kunden sehr viel Spaß, nur was die tarifliche Absicherung angeht, gibt es bei vielen Betrieben noch Nachholbedarf!“ so einstimmig das Fazit der Schülerinnen und Schüler.


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