Deutscher Gewerkschaftsbund

30.10.2012

DGB-Kreisverband Vogtland gegründet

Am 29.10.2012 fand vor reichlich 40 Kolleginnen und Kollegen die Gründung des ehrenamtlichen DGB-Kreisverbandes Vogtland im Tagestreff der Arbeits-loseninitiative Sachsen e. V. statt. Mit der Gründung macht der DGB einen wichtigen Schritt zur Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort. Zu den künftigen Aufgaben des DGB-Kreisverbandes gehört es, Arbeitnehmerinteressen in die Kommunalpolitik einzubringen, in kommunalen Netzwerke mitzuarbeiten sowie gewerkschaftliche Aktionen zu planen und durchzuführen. 

In ihrer Eröffnungsrede wies Regionsvorsitzende Sabine Zimmermann auf die fortwährende Prekarisierung der Arbeit und auf den Abbau von Schutzrechten hin. Leiharbeit werde als Instrument genutzt, um Löhne zu drücken. So arbeiten inzwischen 50 Prozent der Beschäftigten im Vogtland im Niedriglohnbereich. 

In Vertretung von Oberbürgermeister Oberdorfer wünschte Frau Martina Schaarschmidt, Fachbereichsleiterin der Stadt Plauen, in ihrem Grußwort dem neuen Kreisverband viel Erfolg bei seiner Arbeit, viele Mitstreiter und eine aktive Annahme durch die Menschen der Region. 

Unter dem Motto „Neue Zeiten erfordern neue Antworten“ zeichnete Iris Kloppich, Vorsitzende des DGB Sachsen, eine positive Entwicklung bei der Mitglieder-entwicklung in Sachsen. Auf dem Arbeitsmarkt habe sich jedoch die prekäre Beschäftigung ausgeweitet und mit 25 Prozent verstetigt. So gelte jeder 5. als arm und sozial ausgegrenzt. Deshalb müsse der Niedriglohnstrategie entschieden entgegen getreten werden. Ein erster und wichtiger Schritt könne mit einem neuen Vergabegesetz für Sachsen erfolgen, welches Mindestlohnregelungen, soziale und ökologische Standards berücksichtige. 

In der anschließenden Podiumsdiskussion zur Alterssicherung waren sich MdB Monika Lazar (B90/Die Grünen), MdB Matthias W. Birkwald (DIE LINKE.), Sabine Schwarz, Geschäftsführerin Volkssolidarität Plauen/Oelsnitz e. V. und Iris Kloppich, Vorsitzende DGB Sachsen einig, dass dringend umgesteuert werden muss, damit die Menschen nach einem arbeitsreichen Leben eine auskömmliche Rente haben und nicht mehr auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind. 

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