Deutscher Gewerkschaftsbund

15.09.2017
DGB SV Chemnitz

BundestagskandidatInnen zu Gast bei ACE und DGB

KollegInnen diskutieren über "des Deutschen liebstes Kind"

Diskutierende

Diskutierende DGB SWS/me

Frank Müller-Rosentritt (FDP) und Frank Heinrich (CDU)

Frank Müller-Rosentritt (FDP) und Frank Heinrich (CDU) DGB SWS/me

Am 14.September 2017 fand in Chemnitz ein Wahlforum des ACE und des DGB unter dem Titel
“Auto & Mobil“ statt. Diskutiert wurde mit den Gästen über das Auto, „des Deutschen liebstes Kind“. Das Auto ist Verkehrsmittel Nummer 1, Wirtschaftsfaktor und gerade heftig in Diskussion. In letzter Zeit ist es durch Luft- und Umweltbelastungen sowie Tricksereien der Autoindustrie stark in die Kritik geraten. Nach einer Eröffnung durch den Vorsitzenden des ACE für Südwestsachsen, Jörg Vieweg, stellten sich der Diskussion die Bundestagskandidaten Meike Roden (Bündnis 90 / Grüne), Detlef Müller (MdB, SPD), Frank Heinrich (MdB, CDU), Michael Leutert (MdB, DIE LINKE) und Frank Müller-Rosentritt (FDP). Der Moderator, Gunnar Baumann, konnte im Gewerkschaftshaus in der Jägerstraße eine hochemotionale Debatte mit den Podiumsgästen und den versammelten Besucherinnen und Besuchern führen.

Meike Roden (Bündnis90/Die Grünen), Detlef Müller (SPD), Michael Leutert (Die Linke)

Meike Roden (Bündnis90/Die Grünen), Detlef Müller (SPD), Michael Leutert (Die Linke) DGB SWS/me

Die Diskussion kreiste um die Auswirkungen der Betrugssoftware bei den Dieselfahrzeugen, den eingetretenen Wertverlust bei den Kunden, die Fragen von Entschädigungen und die Wut der Menschen über das Verhalten einiger skrupelloser Manager. Alle Podiumsteilnehmer signalisierten großes Verständnis für den Ärger und verwiesen darauf, dass die Autoindustrie und vor allen Dingen deren Kunden vor sehr großen Herausforderungen stehen. In jedem Fall wurde betont, dass die Beschäftigten in der Automobilbranche insgesamt nicht diejenigen sein dürfen, die die Zeche für Fehlverhalten bezahlen! Gesprochen wurde aber auch über die Mobilitätsanforderungen und technologischen Veränderungsprozesse. Sicher scheint, dass das Autofahren in den kommenden Jahren rasanten Veränderungsprozessen unterliegen wird.

 

Gäste

Gäste DGB SWS/me

Große Teile der Diskussion drehten sich aber auch um den Vertrauensverlust der Bürgerinnen und Bürger in die Politik, die diese Betrugsfälle geduldet hat. Sehr deutlich wurde, dass die Menschen Antworten von der parlamentarischen Demokratie erwarten. Ausführlich diskutiert wurde aber auch über den öffentlichen Personennahverkehr, den Fernverkehr, die LKW’s und alternative Verkehrskonzepte. Die riesigen Probleme der Region in Sachen Anbindung an den Fernverkehr wurden einmal mehr besprochen. DGB Regionsgeschäftsführer Ralf Hron zeigte sich abschließend erfreut darüber, dass man sich in der Frage der fehlenden Fernverkehrs-Bahnanbindung offensichtlich sehr einig ist. Chemnitz hat hier auch wirtschaftlich ein riesiges Problem und offensichtlich zu wenig Lobby bei den Entscheidungsträgern der Politik in Dresden und Berlin. Ein Dank gilt dem ACE für die Durchführung dieser Kooperationsveranstaltung.


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Die meisten europäischen Länder machen bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen. In Deutschland blockieren die Entscheidungsträger Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten. Dabei arbeiten immer mehr Menschen zu Niedriglöhnen. Zur Seite: www.mindestlohn.de