Deutscher Gewerkschaftsbund

24.09.2012

DGB Südwestsachsen startet Kampagnentour

Für eine Neugestaltung des Sächsischen Vergabegesetzes war die DGB Region Südwestsachsen heute in Freiberg auf dem Obermarkt mit der Kampagne „Billig kommt teurer“ vor Ort. Zusammen mit SPD und DIE LINKE hat der DGB einen Gesetzesentwurf erarbeitet, in welchem nunmehr bei der Vergabe auch tarifliche, soziale und ökologische Standards berücksichtigt werden müssen. Beim Kampagnenauftakt in der Region stellten sich Henning Homann (SPD), Jana Pinka (DIE LINKE) und Holger Reuter (Bau-Bürgermeister der Stadt Freiberg) zur Diskussion.

Auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Freiberg unterstützen die Kampagne. So wurden von den Mitgliedern des DGB Ortsverbandes Freiberg Lutz Richter, Gisa Dreilich und Peter Müller zahlreiche Unterschriften gesammelt und Informationsmaterial verteilt, welches hohen Anklang bei den Freibergerinnen und Freibergern fand. Auch der Bürgermeister Bernd Schramm kam auf einen Besuch am Stand vorbei.

Vor allem aber die Menschen, so hat sich gezeigt, die direkt von der öffentlichen Auftragsvergabe in Kommunen und Gemeinden betroffen sind, bemangeln die derzeitigen Vergabebedingungen. So ist es die Regel, dass am unteren Preislimit kalkuliert wird und faire Löhne nur selten eine Chance haben.
Die DGB Region Südwestsachsen setzt sich daher für klare Richtlinien ein, die unterbinden, dass öffentliche Auftragsvergabe Lohndumping noch unterstützt.

Billig kommt am Ende immer teurer!  

Morgen wir die Kampagnentour von 12 bis 15 Uhr auf dem Rosenhof in Chemnitz sein.


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