Deutscher Gewerkschaftsbund

09.10.2012

Gründung Kreisverband Zwickau

Am 8. Oktober 2012 gründete sich der DGB Kreisverband Zwickau. Die Gründungskonferenz, welche im Zwickauer Gewerkschaftshaus stattfand, stand ganz im Zeichen der aktuellen Kampagne des DGB Sachsen: „Billig kommt teurer – Öffentliche Aufträge gesetzlich fair regeln!“ Noch am Mittag des 8. Oktober informierten die Kolleginnen und Kollegen des DGB Südwestsachsen auf dem Hauptmarkt in Zwickau über die Forderung nach einem neuen Vergabegesetz in Sachsen.

Zur Gründungskonferenz um 17.00 Uhr nahmen über 70 Kolleginnen und Kollegen der Einzelgewerkschaften, der Landrat von Zwickau sowie Abgeordnete des Sächsischen Landtages teil. „Die Kreisverbände stellen in Zukunft eine Schlüsselebene dar. Mit ihrer Gründung macht der DGB einen Schritt zur Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort, “ informierte eingangs die DGB-Regionsvorsitzende Sabine Zimmermann. Aktuell sind im Landkreis Zwickau über 30.000 Mitglieder in den acht Einzelgewerkschaften des DGB organisiert. Der neue Kreisverband ist zukünftig ein wichtiger Ansprechpartner für gewerkschaftliche und kommunalpolitische Themen im Landkreis.

Dem neuen Kreisverband gehören an: Karl-Heinz Madlung (IG BAU), Thomas Klinge (EVG), Bernd Rudolph (GdP), Steffen Gruna (ver.di), Ulrich Türke (IG BCE), Dietrich Berner (PG Senioren) und Sascha Hahn (PG Jugend). Als Stellvertreter fungieren: Siegried Rothermund (IG BAU), Dieter Häusler (EVG), Lutz Baumann (ver.di) Friedrich Eickhoff und Bernd Springer (IG BCE).

Der stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen, Markus Schlimbach, informierte u. a. über die politischen Anforderungen des DGB an die Parteien zur Bundestagswahl 2013. Sie beinhalten

- eine neue Ordnung der Arbeit, damit die Menschen gerecht entlohnt und von ihrer geleisteten Arbeit leben können

- sichere Renten, die die Lebensleistung von Menschen anerkennen und einen Ruhestand in Würde ermöglichen

- und ein soziales Europa.

Im Mittelpunkt der Gründungsveranstaltung stand die Podiumsdiskussion „Sachsen auf dem Weg zu einem neuen Vergabegesetz!“, an welcher sich der Landtagsabgeordnete und Vizepräsident des Sächsischen Landtages, Horst Wehner (DIE LINKE.), die Landtagsabgeordneten Mario Pecher (SPD) und Michael Weichert (Bündnis 90/Die Grünen) sowie die Regionsvorsitzende Sabine Zimmermann beteiligten. Moderiert wurde die Diskussion, in welche sich auch die Zuhörer einbringen konnten, von Markus Schlimbach. Dabei waren sich die Beteiligten einig in der Forderung, dass die Erteilung öffentlicher Aufträge an zeitgemäße Tarif-, Sozial- und Ökostandards gebunden sein muss. Nur so ist Dumping auszuschließen und eine hohe Qualität von Leistungen und Produkten zu gewährleisten. Durch die Einhaltung dieser Standards werden Arbeitsplätze gesichert, von denen die Beschäftigten leben können und die Abwanderung von Fachkräften und jungen Menschen verhindert.

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Die meisten europäischen Länder machen bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen. In Deutschland blockieren die Entscheidungsträger Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten. Dabei arbeiten immer mehr Menschen zu Niedriglöhnen. Zur Seite: www.mindestlohn.de