Deutscher Gewerkschaftsbund

30.10.2012

Hunderte Menschen demonstrieren in Chemnitz und Plauen gegen die Anti-Asylkampagne der NPD

Bericht aus Chemnitz

Asyl- und Religionsfreiheit sind Menschenrechte. Unter dem Motto fanden heute in Chemnitz zwei Kungebungen gegen die rassisitsiche Anti-Asyl und antimuslimische Kampagne der NPD Sachsen statt. An den Gegenkundgebungen beteiligten sich Gewerkschafter/innen, Parteien, Kirchen, Vereine und Verbände sowie Bürger/innen aus Chemnitz. 200 Menschen zeigten  friedlichen Protest und solidarisierten sich m it den Betroffenen von Rassismus, Asylsuchenden und Mitgliedern von muslimischen Religionsgemeinschaften. Damit setzten sie ein Zeichen für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt in unserer Gesellschaft. Denn hier ist kein Platz für rassisitsche und menschenverachtende Ideologien.

Bericht aus Plauen

Es hat sich starker Widerstand geregt in Plauen und im Vogtland. Im Zuge ihrer Kampagne gegen „Islamisierung und Überfremdung“ machte die NPD leider auch vor dem Vogtländisch-Islamischen Zentrum sowie dem Asylbewerberheim in Plauen nicht Halt. Von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr verbreiteten sie ihre menschenfeindlichen Thesen vor dem Vogtländisch-Islamischen Zentrum, von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr dann vorm Plauener Asylbewerberheim. 

Dem stellten sich die zwei tragenden Bündnisse des Vogtlandes, das Aktionsbündnis Vogtland gegen Rechts und der Runde Tisch sowie deren zahlreiche Partner und Mitwirkende entgegen. So organisierte man seitens des Runden Tisches zwei Gegenaktionen. Eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Toleranz fand von 15:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Lutherpark statt, wo Vertreter von Kirche, Stadt und dem Runden Tisch sich für demokratische Grundwerte aussprachen und gegen die Hetze der sogenannten „Nationaldemokraten“ einsetzten. 

Die zweite Gegenaktion fand in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Vogtland gegen Rechts statt. Während der Runde Tisch vorm Asylbewerberheim zur Lichterkette aufrief, die sich schützend vor das Gebäude stellte und die kargen Ansagen der NDP übertönte, zeigten sich die Mitglieder des Aktionsbündnisses im Innenhof des Asylbewerberheimes solidarisch, sowohl mit den Heimbewohnern, als auch mit den vor dem Heim stehenden Demonstranten des Runden Tisches.  

Sie veranstalteten ein „Fest der Demokratie“, grillten und versorgten die DemoteilnehmerInnen und AsylbewerberInnen auch mit Getränken. So hatte man Zeit und Platz sich kennenzulernen und auszutauschen. Gemeinsam solidarisierte sich so eine breite Öffentlichkeit und Menschen unterschiedlichster Couleur für ein friedliches, weltoffenes Vogtland und setzten sich klar gegen die Feinde der Demokratie zu Wehr. 

„Wir haben hier einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam gegen dieses braune Gedankengut und für die Werte der Demokratie und des Humanismus zu kämpfen! Plauen ist ein Vorreiter in der Arbeit gegen Rechts und die Zusammenarbeit der einzelnen Partner ist absolut beispielhaft!“, so DGB Organisationssekretär Matthias Eulitz. In der Tat gab es keine Reibungspunkte zwischen den Beteiligten und gemeinsam konnte man viele Vogtländerinnen und Vogtländer erreichen und ein Symbol setzen für eine friedliche Zusammenarbeit, für Menschlichkeit, für Frieden, Vielfalt und Toleranz.  

Gemeinsam haben sie viel erreicht, die Menschen Im Vogtland. Nicht nur an diesem 30.10..


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