Deutscher Gewerkschaftsbund

03.11.2018
DGB Südwestsachsen

Bundesfamilienministerin Giffey im Sozialpartnergespräch

Vertreter der Wirtschaft, Unternehmer, Gewerkschaften und Kultur diskutieren mit Dr. Franziska Giffey

Treffen mit Dr. Franziska Giffey

Treffen mit Dr. Franziska Giffey DGB SWS

Am 03.11.2018 traf sich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, in Chemnitz mit Vertretern der Wirtschaft, Unternehmern, Kulturschaffenden und Gewerkschaften zu einem ausführlichen Gespräch. Im Haus der Gewerkschaften in der Augustusburger Straße ging es gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und MdB Detlef Müller um die Situation der Stadt und der Region nach den Ereignissen vom August diesen Jahres und um die Erhaltung der Demokratie. Frau Dr. Giffey war zum dritten mal innerhalb kurzer Zeit in Chemnitz. Die Gesprächspartner schilderten ihr aus ihrer Sicht die Herausforderungen und bewerteten den aktuellen Sachstand aus der Position ihrer Institution.

Die Chemnitzer Wirtschaftsförderung mit Sören Uhle, der Industrieverein mit Katrin Hoffmann und das kreative Chemnitz mit Frank Müller stellten ihre Initiativen für Weltoffenheit, u. a. "Chemnitz ist weder grau, noch braun" vor. Der Hauptgeschäftsführer der IHK, Hans-Joachim Wunderlich, berichtete über die Initiative der Kammer und unterstrich die Anforderungen für eine weltoffene Region. Der Geschäftsführer von Bruno Banani, Jan Jassner, reflektierte kritisch die Herangehensweise an einige objektive Probleme. Der Vorstandvorsitzende vom RKW Sachsen e. V., Dr. Jens Trepte, schilderte seine Sicht als Unternehmer und Geschäftsführer der imk automotive GmbH. Lisa Wittig, die Geschäftsführerin des Vereins "Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e. V." konnte die Aktivitäten der Mitgliedsunternehmen ihres Vereins darstellen. Hierzu gehören gemeinsame Bildungsveranstaltungen mit der Werkstatt für "Demokratische Bildungsarbeit e. V.", die von der Geschäftsfüherin Nina Gbur vertreten wurde. Beide beschrieben auch Wünsche und Anforderungen zur Konsolidierung der Förderung für Demokratiearbeit in Bund und Land.

Der Geschäftsführer des DGB Südwestsachsen, Ralf Hron, begrüßte die Gesprächspartner eingangs und legte die Position der Gewerkschaften dar. "Chemnitz, wie auch die Umfeldregionen müssen gemeinsam gedacht werden. Hier werden allein in der Stadt in den kommenden Jahren 30.000 Fachkräfte aus Altersgründen ersetzt werden müssen. Dies stellt alle gesellschaftlichen Akteure vor immense Herausforderungen. Bei der Fachkräftegewinnung, aber auch bei dem Gestalten einer weltoffenen und lebensfreundlichen Region. Chemnitz hat viel gute Ansätze, nicht erst seit heute. Wir dürfen uns die Zukunftschancen nicht durch Fremdenhass, Gewalt und schlichte Angst kaputt machen lassen! Dazu müssen wir reden, reden, reden. Untereinander, aber nicht nur mit Bezug nach innen.

Dr. Franziska Giffey, Barbara Ludwig und Ralf Hron (v.l.n.r.)

Dr. Franziska Giffey, Barbara Ludwig und Ralf Hron (v.l.n.r.) DGB SWS


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