Deutscher Gewerkschaftsbund

25.09.2012

Kampagnentour "Billig kommt teurer!" in Chemnitz

Annlässlich des in den Sächsischen Landtag eingebrachten Entwurfs einer Neufassung des Sächsischen Vergabegesetzes war die DGB Region Südwestsachsen heute vor Ort in Chemnitz auf dem Rosenhof.

Erstellt wurde der Entwurf von DGB, SPD und DIE LINKE. Der DGB führt nun sachsenweit eine Kampagne unter dem Slogan „Billig kommt teurer“ zu dieser notwendigen Änderung des Sächsischen Vergabegesetzes durch, um Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren, dass Lohndumping infolge der derzeit geltenden Regelungen selbst von staatlicher Seite noch unterstützt wird.

Viele Chemnitzer hingegen haben sich klar für eine Neuerung des Sächsischen Vergabegesetzes ausgesprochen und aus eigenen Erfahrungen gesprochen. Insbesondere im mittelsächsischen Raum ist das Lohngefüge im bundesweiten Vergleich Schlusslicht. Das wollen viele Chemnitzer nicht mehr hinnehmen. So diskutierte Sabine Zimmermann (Regionsvorsitzende DGB Region Südwestsachsen) mit gewerkschaftlichen Kolleg/innen, die bereits von tariflicher Bindung profitieren über das Thema Vergabegesetz. „Auch die Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die sich durch ihr ehrenamtliches Engangement seit Jahren für gute Arbeitsbedingungen einsetzen, unterstützen unsere Forderung nach einem neuen Sächsischen Vergabegesetz. Einem Vergabegesetz, das den Beschäftigten der Unternehmen, die öffentliche Aufträge ausführen, gute Arbeit gewährleistet!“, so Zimmermann.

Aber auch das Informationsmaterial der Gewerkschafter fand bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt großen Anklang. Mit ihrer Unterschrift verliehen die Interessierten ihrer Forderung nach tariflichen, sozialen und ökologischen Standards in einem neuen Sächsischen Vergabegesetz besonderen Nachdruck!

Der Einladung zur abendlichen Veranstaltung “Wege aus dem Niedriglohn“, die sich ebenfalls mit der Frage nach der Notwendigkeit eines Gesetzes für die öffentliche Auftragsvergabe beschäftigt, werden wohl viele Chemnitzer folgen.

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Die meisten europäischen Länder machen bereits gute Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen. In Deutschland blockieren die Entscheidungsträger Existenz sichernde Löhne für alle Beschäftigten. Dabei arbeiten immer mehr Menschen zu Niedriglöhnen. Zur Seite: www.mindestlohn.de