Deutscher Gewerkschaftsbund

16.01.2013

Gewerkschaftsarbeit mit Spaß am Ehrenamt verbinden

Aktionen zum 1. Mai und zur Bundestagswahl 2013 - das sind zwei der Ziele, auf die sich der neue Kreisverband Mittelsachsen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bei seinem ersten Treffen verständigt hat.

„Unkompliziert“. So kurz und knackig schrieb ein Gewerkschafter seinen Wunsch auf die Flipchart-Karte, wie die Zusammenarbeit der Einzelgewerkschaften im neuen ehrenamtlichen Gremium sein soll. Am Samstag kamen die Mitglieder des DGB-Kreisverbandes Mittelsachsen in Freiberg zum ersten Mal zusammen. Auf einem Gründungsworkshop erörterten die rund 20 Teilnehmer, wie eine gemeinsame Arbeit aussehen kann und welche gewerkschaftlichen Aufgaben man anpacken will.

Aktuell sind im Landkreis Mittelsachsen rund 23.000 Mitglieder in den acht Einzelgewerkschaften des DGB organisiert. Sechs dieser Gewerkschaften (ver.di, IG BCE, IG Metall, IG BAU, EVG und GdP) haben Vertreter in den neuen Kreisverband Mittelsachsen entsandt. Zum Vorsitzenden wählten sie im November Lutz Richter von der IG BCE. Der 48-Jährige leitet bereits seit 2009 die Geschicke des DGB Ortsverbandes Freiberg. „Der neue Kreisverband hat Aktionen zum 1. Mai ganz vorne auf seine Agenda geschrieben“, erklärt Lutz Richter. Wie in den vergangenen Jahren wird es eine Veranstaltung auf dem Freiberger Obermarkt geben. Dort wird die Schulpolitik in Sachsen ein Thema sein. In Erlau findet traditionell bereits am 30. April eine Feier zum Tag der Arbeit statt.

Auch den Bundestagswahlen 2013 schenkt der Kreisverband seine Aufmerksamkeit. „Wir wollen in Wahlforen den Kandidaten der demokratischen Parteien auf den Zahl fühlen“, verspricht Lutz Richter. Zudem sind Diskussionsveranstaltungen über Rente und Leiharbeit geplant. „Ziel ist es dabei, mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Denn uns interessiert die Frage: was ist mit den Leiharbeitern passiert, die nun nicht mehr bei der Deutschen Solar und Siltronic arbeiten“, ruft der Kreisverbandsvorsitzende zur Teilnahme auf.

Ein Thema darf bei der ganzen gewerkschaftlichen Arbeit aber nicht übersehen werden: der Spaß an der ehrenamtlichen Arbeit. „Gemeinsam arbeiten, aber auch gemeinsam was unternehmen gehört für uns zusammen“, erklärt Gisa Dreilich, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes. Deswegen ist für den 29. Juni eine geführte Wanderung durch den Wald in Mulda geplant. „Dazu sind natürlich alle Interessierte willkommen“, lädt Gisa Dreilich zum Mitwandern ein.

Info-Block: Die neuen Kreis- und Stadtverbände des DGB

Der DGB-Kreisverband Mittelsachsen hat sich im November 2012 gegründet.
Eine Strukturreform des DGB machte diesen Schritt notwendig. Flächendeckend sollen ehrenamtliche Verbände auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte entstehen. Laut Satzung sollen in ihnen alle acht  Einzelgewerkschaften vertreten sein, mindestens jedoch vier. Gemeinsam koordinieren sie als eine Art Dachverband die Arbeit der Einzelgewerkschaften in den Kreisen bzw. Städten.

In Sachsen wurde die Strukturreform schon Ende 2012 umgesetzt. 13 Verbände haben sich so im Freistaat gegründet. In der Region Südwestsachsen sind es vier Kreisverbände und ein Stadtverband. „Dadurch wollen wir vor Ort Ansprechpartner für Gewerkschafts­mitglieder, aber auch für politische Institutionen sein“, erklärt Anja Klingner, DGB-Gewerkschaftssekretärin. Wie das gelingen kann, muss das erste Jahr zeigen. „Wir haben den Prozess als DGB lange vorbereitet und bauen auf gute ehrenamtliche Strukturen vor Ort. Dennoch wird 2013 für uns ein Jahr des Ausprobierens“, räumt Anja Klingner ein.

von C.Möls

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