Deutscher Gewerkschaftsbund

11.04.2018
DGB KV Mittelsachsen

Zweiter Warnstreik bei Molkerei

KollegInnen der Gewerkschaft NGG verleihen ihren Forderungen Nachdruck

Markus Schlimbach

Markus Schlimbach, Vorsitzender DGB Sachsen DGB SWS/me

Zum zweiten Warnstreik bei der Molkerei Hainichen-Freiberg GmbH & Co.KG kam es am 11.04.2018 in der Zeit von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr vor dem Werksgelände. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten rief ihre Mitglieder zur Arbeitsniederlegung auf, um deren Forderung nach einem verbindlichen Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen. Damit möchte NGG die Arbeitsbedingungen für die KollegInnen absichern und verbessern.

Thomas Lißner

Thomas Lißner, Gewerkschaftssekretär NGG DGB SWS/me

Unterstützung kam dabei von ganz oben: DGB Sachsen Chef Markus Schlimbach sprach den KollegInnen die Solidarität der DGB Gewerkschaften aus und betonte seinen Respekt für das Engagement der Streikenden. Bereits infolge des ersten Warnstreiks zeigte sich, dass der Arbeitgeber den Forderungen der KollegInnen entgegenkommen muss. Leider zeigt dieser sich trotzdem weiterhin nicht willens, mit der Gewerkschaft zu verhandeln.

Tarif gibt's nur aktiv

Tarif gibt's nur aktiv DGB SWS/me

"Die Region ringt um Fachkräfte. Und die kann man nur gewinnen, wenn man ein ordentliches Angebot vorlegt. Ein guter Tarifvertrag mit verbrieften Rechten für die KollegInnen ist ein ganz entscheidendes Argument in diesem Wettbewerb um die besten MitarbeiterInnen! Dem Arbeitgeber ist deshalb nur zu empfehlen, sich endlich mit der Gewerkschaft an einen Tisch zu setzen und vernünftige Arbeitsbedingungen auszuhandeln.", so Gewerkschaftssekretär Matthias Eulitz.


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