Deutscher Gewerkschaftsbund

01.02.2016
DGB KV Erzgebirge

DGB zum Holocaust Gedenktag

Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz

Michael Willnecker

Vorsitzender Michael Willnecker, DGB Kreisverband Erzgebirge Gedenktag in Annaberg-Buchholz zum 27. Januar 2016. Hron

Der Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Erzgebirge sprach bei einer Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2016 zum Holocaust Gedenktag in Annaberg-Buchholz . Das gesamte Programm wurde gestaltet von Schülerinnen und Schüler des Landkreisgymnasium St. Annen und des Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft sowie dem Chor der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge. Der Schauspieler Gerd Schlott  rezitierte Texte. Die Veranstaltung fand in der geschichtsträchtigen Mauersberger Aula statt. 

Die Gedenkveranstaltung erinnerte an den 27. Januar, den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Am 3. Januar 1996 wurde in Deutschland dieser Tag als Gedenktag für die Opfer des NS-Regimes ins Leben gerufen. Das ist jetzt 20 Jahre her. Michael Willnecker: "Die Verbrechen der Nazis, ihre national-sozialistische Ideologie kehrten sich bewusst vom Denken der Gleichheit aller Menschen ab und unterteilten sie nach rassistischen Kategorien in 'lebenswert' und 'lebensunwert'. Unter dieser Maßgabe verfolgten und ermordeten die Nationalsozialisten millionenfach Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle sowie geistig und körperlich Behinderte. 2005 erklärten die Vereinten Nationen den heutigen Tag als Gedenktag gegen den Holocaust.


Gedenken braucht mehr als einen staatlichen Gedenktag. Gedenken braucht einen Standpunkt. Wir müssen feststellen, dass bei der Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus heute vor allem wieder die deutschen Opfer etwa von Bombenkrieg oder Vertreibungen in den Vordergrund gerückt werden. Wir, die Veranstalterinnen und Veranstalter  treten solcher und anderer Relativierung entgegen. Erinnern heißt aktiv sein. Wir möchten Zeichen setzen: Gegen Gleichgültigkeit und Vergessen. Gegen die Verharmlosung deutscher Schuld und Verantwortung. Gegen das Fortbestehen rechter Ideologie und rechtsextremer Aktivitäten in Alltag und Gesellschaft. Gegen Hass und Gewalt.

Erinnern heißt auch sich einsetzen für Menschlichkeit, Toleranz, gegenseitigen Respekt und Demokratie.Erinnerung braucht Wissen. Deshalb wird in unseren öffentlichen Veranstaltungen der Opfer gedacht und durch Vorträge, Lesungen, Begegnungen und Konzerte eine kritische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus geführt. Wir freuen uns sehr, dass unserem Aufruf zur Teilnahme an der Kranzniederlegung und der Gedenkveranstaltung so viele Menschen, vor allem Schülerinnen und Schüler gefolgt sind. Seien sie uns alle ganz herzlich Willkommen."

Im besonderen begrüßet Willnecker die Kammerradinnen und Kammeraden der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und des Bundes der Antifaschistinnen und Antifaschisten, ins besonderem ihrem Vorsitzenden Herrn Köhler. Ebenso den Landrat des Erzgebirgskreises Herrn Vogel, dem Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Annaberg-Buchholz Herrn Schmidt, Herrn Pfarrer Warnat.  Ein Gruß galt auch dem Gedenkredner Herrn Lothar Dickert, Schulleiter des Landkreisgymnasium St. Annen.


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