Deutscher Gewerkschaftsbund

05.03.2015
Überlassen wir der Gruppierung "Pegida Chemnitz-Erzgebirge" keinen Raum für das Verbreiten von Rassismus, diffuser Ängste und Menschenfeindlichkeit in der Stadt Aue!

Aufruf zur Kundgebung und Gegendemonstration

am 9.3.2015 um 18.00 Uhr auf dem Altmarkt Aue

fünf menschen halten ein Transparent auf dem steht: Bunt und Weltoffen

DGB SWS

Für den kommenden Montag, den 09.03.15, ruft der regionale Ableger der rassistischen Pegida-"Bewegung" zu einer Demonstration durch Aue auf.Dem gilt es ein entschlossenes Zeichen für Weltoffenheit und gegen die rassistische Stimmungsmache entgegen zu setzen!

Von Pegida wird immer wieder eine vom Islam ausgehende Gefahr betont. Es wird nicht zwischen islamistischen Gewalttätern und friedlichen Muslimen differenziert. Stattdessen wird nicht nur verbal gegen Flüchtlinge und Asylsuchende - egal welcher Religion sie tatsächlich angehören – gehetzt, sondern es folgten bereits gewalttätige Angriffe.

So wurden bei einem Übergriff von Pegida-AnhängerInnen am 22. Dezember in Dresden mehrere Jugendliche mit Migrationshintergrund unter "Wir sind das Volk"- Rufen verfolgt, angegriffen und verletzt. Am 02.03. folgte dann der Angriff auf das Camp der Geflüchteten in Dresden. In diesem Fall konnte nur durch das Einschreiten der Polizei Schlimmeres verhindert werden. Es wird also sehr schnell deutlich, dass die tatsächliche Gefahr von Pegida ausgeht. Daran ändert sich auch nichts durch die Betonung der OrganisatorInnen, aus der "Mitte" der Gesellschaft zu kommen. In Wahrheit nehmen viele NPD-VertreterInnen, gewaltbereite Hooligans und weitere Rechtsradikale an den Demonstrationen teil.

Das hieraus hervorgehende menschenfeindliche und gewaltbereite Klima ist das Problem - nicht etwa Menschen, die sich auf der Suche nach Schutz vor Kriegen, politischen Missständen, wirtschaftlicher Not, ethnischer Verfolgung oder Perspektivlosigkeit in ihren Herkunftsländern befinden und in Deutschland nun Asyl beantragen. Wachsende Flüchtlingsströme sind die logische Folge sich verschärfender globaler Konflikte, wobei aber nur ein kleiner Teil davon nach Deutschland kommt und unseren Lebensstandard nicht negativ beeinträchtigen wird.

Und wenn wir alle einen Moment lang darüber nachdenken, dass wohl niemand freiwillig seine Heimat, seine Familie, seinen Freundeskreis verlässt, wenn er noch eine andere Perspektive für die Zukunft sehen würde, sollte unsere Solidarität die Oberhand gewinnen.

Frage sich also jeder selbst, was alles passieren müsste, dass man sich zum Verlassen seiner Heimat und den Gang in eine ungewisse Zukunft entscheidet.

Lassen wir also nicht zu, dass nunmehr auch in Aue weiter Angst, Hass und Lügen verbreitet werden sollen und zeigen wir durch unsere Teilnahme an der Gegendemo, dass Menschen die unsere Hilfe brauchen, willkommen sind.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aue und Umgebung, setzen Sie mit uns ein Zeichen:
– gegen Fremdenfeindlichkeit
– gegen willkürlich geschürte Ängste und rassistischen Hass
–  für ein solidarisches Miteinander
– für eine uneigennützige Hilfsbereitschaft
– für ein herzliches Willkommen

Den Aufruf unterstützen:
DGB Erzgebirge, DIE LINKE, No Erzgida, Agenda Alternativ e.V., Linksjugend Solid, VVN/Bund der Antifaschisten u. Weitere.


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