Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 7 - 23.03.2016
DGB Regionsgeschäftsstelle Südwestsachsen

Mindestlohn in Südwestsachsen eine Erfolgsgeschichte!

DGB zieht Bilanz; Mindestlohnberatung in vier Sprachen

Über ein Jahr nach Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze von 8,50€ zieht man beim Deutschen Gewerkschaftsbund in der Region Südwestsachsen eine positive Bilanz. "Die Mindestlohngegner müssen sich revidieren. Die Einführung der Lohnuntergrenze ist ein voller Erfolg!", so Ralf Hron, DGB Regionsgeschäftsführer in Südwestsachsen. Und er fügt ergänzend hinzu: "Ganz besonders in unserer Region. Von Freiberg bis nach Plauen und von Westsachsen bis ins Erzgebirge waren Dumpinglöhne leider keine Seltenheit. Dass der Wettbewerb jetzt nicht mehr bis ins Unermessliche auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden kann, ist eine große Entlastung für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Binnenwirtschaft ist gestiegen!".

Aber auch auf Unternehmensseite heißt es aufathmen. Denn die Befürchtungen, die vor allem aus Wirtschaftskreisen immer wieder deutlich wurden, sind nicht eingtreten. Im Gegenteil. Aus zahlreichen Minijobs sind mittlerweile sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geworden, die Arbeitslosigkeit sinkt und der Arbeitsmarkt zeigt sich äußerst stabil. Was aus den Branchen zu berichten ist, mag für so manchen Kritiker staatlich verordneter Arbeitsschutzmechanismen merkwürdig klingen. Denn selbst im Gastgewerbe, wo die Beschäftigten am meisten vom Mindetlohn profitieren, zeigt sich die Nachfrage nach Personal nach wie vor unbeeindruckt.

Doch der DGB mahnt auch zur Vorsicht: "Die Flüchtlingkrise stellt uns derzeit vor große Herausforderungen, die es mit allen Anstrengungen gesamtgesellschaftlich zu meistern gilt. Und leider gibt es bereits jetzt wieder Stimmen, die Ausnahmen beim Mindestlohn durchsetzen wollen. Wir befürchten deshalb, dass Geflüchtete als billige Abreitskräfte missbraucht werden könnten." so Hron. "Wer das will hat nicht verstanden, dass er damit nicht nur der Binnenwirtschaft schadet. Mindestlohn heißt vor allem, dass die Würde des Menschen nicht beim Einkommen aufhört. Gute Arbeit hat ihren Preis!", so der Gewerkschafter.

Die Geflüchteten von heute sind die Kolleginnen und Kollegen von morgen. Viele sind der deutschen Sprache noch nicht vollkommen mächtig. Damit aber auch diese Menschen, wie auch alle anderen die Fragen zum Mindestlohn haben, kompetente Beratung in Anspruch nehmen können, hat der DGB eine Mindetlohnberatung in vier Sprachen eingerichtet. Immer dienstags in der Zeit von 18 bis 20 Uhr kann man sich hier beraten lassen. "Wir müssen die Geflüchteten jetzt verantwortungsvoll integrieren. Am besten geht das durch Einbindung in gute Arbeit und Ausbildung. Dazu ist es wichtig, dass man sein Rechte kennt. Deshalb können wir jeden, der Fragen zum Mindestlohn hat nur auffordern: Meldet euch bei uns und stellt uns eure Fragen!", so Hron.

Der Handzettel zum Weiterverteilen, informieren und zur Nachlese findet sich im Anhang.

Mindestlohnhotline (PDF, 324 kB)

In drei Sprachen (deutsch, englisch, arabisch) beantwortet der DGB immer dienstags von 18 - 20 Uhr alle Fragen zum Mindestlohn unter der angegebenen Hotline.


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Pressefoto Ralf Hron

Regionsgeschäftsführer Ralf Hron

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