Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 007 - 10.04.2015

100 Tage Mindestlohn

DGB Südwestsachsen zieht positive Bilanz zur gesetzlichen Lohnuntergrenze

10.4.2015 (Chemnitz)

100 Tage nach Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns zieht der DGB Südwestsachsen eine erste positive Zwischenbilanz. Die Einführung des Mindestlohns bedeutet für sehr viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region eine spürbare Steigerung der Einkommen, heißt es in einer heute veröffentlichten Erklärung des Dachverbandes der Gewerkschaften. DGB-Regionsgeschäftsführer Ralf Hron: „Über 100.000 Personen sind von der Einführung des Mindestlohns direkt betroffen. Das sind sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte, die in der Vergangenheit unter 1.485 Euro brutto verdient haben und mehr als 20.000 Teilzeitbeschäftigte und Minijobber.“ Der DGB geht davon aus, dass die sehr hohe gesellschaftliche Zustimmung für den Mindestlohn Ausdruck für seine Wirkung ist. „Viel zu viele Menschen mussten von Niedrigstlöhnen bei uns leben. Für sie ist der Mindestlohn natürlich ein Segen“, so Ralf Hron.

In den vergangenen Wochen, so der DGB in seiner Erklärung, haben Einige immer wieder versucht massiv Stimmung gegen den Mindestlohn zu machen. Der dabei immer wieder prognostizierte Abbau von Arbeitsplätzen hat nicht stattgefunden. Auch die ins Feld geführte angebliche Aufblähung des bürokratischen Aufwandes, z.B. mit der Aufzeichnungspflicht von Arbeitszeiten in bestimmten Branchen, erweist sich bei präziser Betrachtung nicht als Wirtschaftshemmnis. Ralf Hron: „Alle Fachtreffen in den Arbeitsverwaltungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern haben gezeigt, dass es keinen signifikanten Abbau von Arbeitsplätzen gibt. Dass in einigen Branchen nun die bereits seit Jahren geltenden Vorschriften zur Aufzeichnung von Arbeitszeiten präzisiert wurden, ist angesichts der Umgehungsversuche des Mindestlohns absolut folgerichtig.

Aus den Rückmeldungen, z.B. der weiter offenen Telefon-Hotline erfährt der DGB, dass das Unrechtsbewusstsein einiger Arbeitgeber erschreckend niedrig ist. Die Gewerkschaften schätzen jedoch insgesamt ein, dass die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von der großen Masse der Arbeitgeber eingehalten wird. Umso dringender sind jetzt effektive Kontrollen des Zolls, um schwarze Schafe auszusortieren und gleiche Bedingungen für alle herzustellen.

Mindestlohn vorm Nischl

DGB SWS


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Regionsgeschäftsführer Ralf Hron

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